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Ausprobiert: QI Wireless-Lader von SP CONNECT

aus Kradblatt 1/19, von Marcus Lacroix

Sinnvolles Extra für Smartphone-Navigierer

In der Kradblatt-Ausgabe 10/18 haben wir euch die universellen Halterungen von SP-Connect vorgestellt, die nicht nur für die Befestigung von Handys und nicht nur für den Motorradbereich ein tolles Sortiment anbieten.

Wer sein Smartphone als Navigationsgerät einsetzt, weiß, dass der Akku bei dauerhaft eingeschaltetem Display und womöglich voll aufgedrehter Helligkeit schnell leergenuckelt ist. Natürlich kann man es über ein USB-Kabel einfach mit dem Bordnetz verbinden. Nutzt man die Regenhaube, ist dies aber nicht so ohne weiteres möglich, schneidet man die Haube ein, ist der Schutz eingeschränkt. Da trifft es sich doch gut, dass sich moderne Smartphones drahtlos laden lassen – QI ist das Stichwort.

Den QI-Standard (ausgesprochen „Tschie“, das chinesische Wort für „Lebensenergie“) gibt es schon seit 2008, aber erst jetzt findet man diese Ladegeräte verstärkt bei uns im Handel – nicht zuletzt dank IKEA. Letztendlich ist QI nichts anderes als elektromagnetische Induktion, die zur Energieübertragung eingesetzt wird; also wie bei einem Transformator.

Zurück zum Motorrad: Das Anstöpseln des Handys ans Bordnetz ist eigentlich ja kein großer Akt, irgendwie bei dem stimmigen Gesamtkonzept der SP-Halterung, wo man einfach mit einem 90-Grad Dreh das Smartphone verriegelt, etwas unelegant. Das jetzt lieferbare „Wireless Charging Module“ schafft Abhilfe. Der Luxus kostet zwar ambitionierte 59,99 €, aber mal ehrlich, da geben wir für andere Gadgets (engl. „technische Spielereien“) oft mehr aus.

Das Modul wird einfach an eine vorhandene SP-Halterung aufgesetzt. Damit es sich beim Einsetzten des Handys nicht mitdreht, wird es dauerhaft verriegelt.

Der elektrische Anschluss erfolgt über ein beiliegendes, recht kurzes handelsübliches USB-C auf USB-A Kabel. Solange man eine Steckdose im Cockpit hat, reicht das, beim Betrieb über eine Powerbank im Tankrucksack wird es aber schon enger. Alternativ bekommt man bei SP-Gadget für 19,99 € ein längeres USB-C Kabel mit einem offenem Ende. Das Kabel enthält bereits einen 12 Volt auf 5 Volt (USB) Konverter und ist damit eine schlanke Lösung. 

Beim Honda X-ADV unserer Redaktion befindet sich eine über die Zündung geschaltete 12 Volt Bordsteckdose unter der Sitzbank. Über zwei normale USB-A Verlängerungskabel aus der Computerkabel-Grabbelkiste habe ich das Kurze einfach verlängert. In die 12 Volt Steckdose kam ein steckbarer 5 Volt USB-Adapter, wie es sie für kleines Geld überall zu kaufen gibt. Dazu etwas Panzerband zum fixieren und isolieren und fertig ist der Lowcost-Anschluss. Wer nicht basteln mag, lässt es seinen Händler machen.

In der Praxis funktioniert das Wireless Charging Module wunderbar, also definitiv ein Kauftipp für alle Handy-Navigierer. 

Das Modul und passende Hüllen für diverse Smartphone-Modelle sowie verschiedene Halterungen findet man, ebenso wie Adapter für andere Geräte, wie GoPro & Co. online unter www.sp-gadgets.com. Ein paar Stützpunkthändler gibt es auch, bei denen man sich seine individuelle Lösung vor Ort zusammenstellen kann.


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