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Nachbericht MeckPomm Offroad 2019

aus Kradblatt 8/19, von Marcus Lacroix

Kradblatt-Leserreise mit Endurofun-Tours

Nachdem wir bereits Anfang Juni mit der 9. Kradblatt-Leserreise Onroad in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs waren, statteten wir dem besuchenswerten Bundesland Anfang Juli auf groben Reifen zum 2. Mal Offroad einen Besuch ab. 

Der Ausgangspunkt unserer beiden Tagestouren lag keine 30 km von dem zu dem Zeitpunkt massiv in Brand stehenden Truppenübungsplatz bei Lübtheen entfernt und entsprechend aufmerksam verfolgten wir das Geschehen. Letztendlich bekamen wir von dem Großbrand aber gar nichts mit, denn unsere Tourguides von EndurofunTours führten uns natürlich nicht in die Nähe der Einsatzkräfte – die hatten wahrlich genug andere Sorgen. 

Auch mit dem Wetter hatten wir Glück, denn nachdem es kurz zuvor noch sehr heiß – und somit gerade Offroad ex­trem kräftezehrend – war, „verwöhnte“ uns das Wochenende mit Temperaturen leicht unter 20 Grad Celsius und am Samstag auch mit ein paar Regentropfen. Es reichte gerade, um die Sandwege weniger stauben zu lassen, lohnte aber nicht das Überstreifen der Regenbekleidung. Nass wurden wir bei manchen Passagen dafür vom eigenen Schweiß und Trinkpausen gab es dementsprechend reichlich. An beiden Tagen zusammen kamen rund 270 km auf die Uhr, davon sicherlich 80 % auf unbefestigten Wegen.

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen noch sehr viele Feld- und Forstwege legal befahren werden. Selbst unbefestigte, ausgeschilderte Verbindungswege zwischen kleinen Ortschaften findet man dort noch. Das überraschte gerade Teilnehmer, die noch nie in MeckPomm unterwegs waren. Als Besucher hofft man natürlich, dass dieser Charme der Vergangenheit noch lange erhalten bleibt – die Anwohner sehen das aber vermutlich anders. 

Klasse ist auch das Gefühl, in MeckPomm mit einer Enduro noch willkommen zu sein. Wo winken einem in Deutschland noch Kinder und Erwachsene zu, wenn man mit 10 Enduros auf Wegen abseits des Asphalts unterwegs ist? Entsprechend rücksichtsvoll sollte man sich natürlich als Gast dort auch verhalten, was wohl nicht immer von allen Motorradfahrern beherzigt wird. Das Problem hat ja leider die ganze Motorradszene, auf Straßen wie Feldwegen gleichermaßen: zu viele schwarze Schafe, die einem den Ruf versauen …

Unsere Unterkunft „Texas MV“ (www.texasmv.de) nahe Kirch Jesar bietet auch Reitern, Radfahrern und Wanderern ein gutes Basislager. Nach der Tour lockten Schwimmbad und Sauna. Beim Feierabendbier wurden aber manch einem schnell die Augen schwer. Endurofahren, gerade für uns wenig geübte Fahrer, ist doch sehr anstrengend. 

Der ein oder andere Ausfall wurde von den Tourguides gekonnt gemeistert und für 2020 geht die nächste Kradblatt-Endurotour in Planung. Auch dann wenden wir uns wieder an die „normalen“ Feldwegfahrer. Wir hatten in diesem Jahr wieder eine tolle Mischung aus TT, XT, XR, DR, Huskys, CRF, EXC, Alp und sogar eine umgenbaute 1000er 2-Ventiler BMW und eine dicke R 1150 GS waren dabei. Deren Fahrer konnten aber auch entsprechend mit ihren grob bereiften Fahrzeugen umgehen, denn eigentlich sind die fast zu groß für diese Tour.

Wer nicht bis zum nächsten Jahr warten will, findet im Programm bei EndurofunTours u.a. auch weitere Offroad-Reisen für 2- und 4-Räder. Infos gibt es unter www.endurofuntours.com.


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