Kurvenspaß

Hausstrecken-Report 6: Sonntags in den Süden (ca. 500 km von/bis Oldenburg)

aus bma 04/06

von Uli Meyer

Kurvenspaß Wenn einen in unserer Gegend die Kurven locken, bleibt nur der Weg nach Süden.
Wenn ein Tag Zeit zur Verfügung steht, liegt das Ziel hinter Minden, wer früh genug los kommt, kann das Frühstück auf 10 Uhr in Externtal/ Kükenbruch legen, wenn es denn ein Sonn- oder Feiertag ist. In Günthers Kurve kann man an diesen Tagen hervorragend brunchen.
Der Weg führt entweder über die A 29/1 bis Cloppenburg und dann via Vechta, Diepholz nach Lübekke, dort links auf die B 218 bis Nettelstedt, jetzt rechts nach Hüllhorst/Schnathorst (kann man leicht übersehen) die ersten Kurven, jawoll! Von Hüllhorst Richtung Minden und dann rechts hoch nach Bergkirchen (Kurven!) und weiter via Bad Oeynhausen, Vlotho, hinter dem Ortsausgangsschild die 1. rechts in die Hüchte, weil man a) Kurven kriegt und b) die Applauskurve zwischen Vlotho und Kalldorf und die Rennleitung umgeht, weiter 1. links nach Kalldorf (B 514) und Langenholzhausen von hier nach Heidelbeck und links Richtung Silixen, weil Kurven. Ab nach Kückenbruch – Brotzeit.
Oder über Bassum, Sulingen, Uchte nach Petershagen, hier muss man sich entscheiden, ob man Kaiser Wilhelm in Minden seine Aufwartung macht, oder via Bückeburg bis Rinteln fährt, ab hier Richtung Barntrup bis Silixen-Kükenbruch – Brotzeit.
Jetzt kann der Spaß beginnen, zur Auswahl stehen bis zu 300 km kurvenreicher Straßen, und je nach Laune kann man seine Strecke legen.
Pflicht ist Burg Sternberg, Griesem – Bad Pyrmont, Bad Pyrmont – Kleinen Berg, Lichtenhagen -­ Lüntorf -­Deitlevsen – Lichtenhagen und natürlich Brevörde – Ottenstein. Aber der Reihe nach.
Nach dem Start in Günthers Kurve Richtung Laßbruch kommt erstmal eine lange Gerade an deren Ende eine scharfe Linkskurve lauert, gleich danach rechts Richtung Asendorf, dort links. In Herbrechtsdorf geradeaus weiter kurz vor Hohenhausen, die kleine unscheinbare Straße Richtung Brosen links ab nehmen, einfach bis zum Ende folgen, dann rechts und nach 50 m gleich wieder links Richtung Hillentrup. Wenn es bis hierhin langweilig war, trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen, aber am Ende der Straße unten in Hillentrup ist an der Kirche Platz genug um auf Nachzügler zu warten. Weiter rechts Richtung Dörentrup (da gibt’s auch eine Tanke falls jemand droht trocken zu fallen), den Abzweig links Richtung Schwelentrup nicht verpassen! Am Ortsende von Schwelentrup gibt’s schon mal zwei Serpentinen, weiter Richtung Burg Sternberg. Nicht zu sehr den Walzerkurven verfallen, weil am Ende ein paar richtig nette Serpentinen und die Applauskurve warten, hier ist auch ein Parkplatz, dann kommt noch eine links und in der nächsten Rechtskurve rechts abbiegen!
Treffpunkt Am Ende der Straße links Richtung Alverdissen gerade durch und durch den Wald. Gleich am Waldende rechts Richtung Sonneborn, dort links auf die B 1 abbiegen und in Grießem rechts Richtung Bad Pyrmont. In Bad Pyrmont links, mitten durch, die Chancen für Stop’n’Go stehen nicht schlecht, am Bahnhof links und hinter der Bahnunterführung rechts Richtung Kleinenberg. Durch Kleinenberg oben links Richtung Baarsen/Vahlbruch, kurz noch die Aussicht genießen und am nächsten Haus auf der linken Seite links Richtung Eichenborn/Lichtenhagen durch und einfach der Straße folgen und am Ende links Richtung Lüntorf, es geht lecker abwärts. In Lüntorf links Richtung Deitlevsen/Thal, den Abzweig links nach Deitlevsen nicht verpassen! Hinter Deitlevsen geht’s wieder los, aufwärts diesmal. In Lichtenhagen links und am Ortsschild rechts Richtung Glesse, am Ende des Tals kommt eine scharfe Rechts, dort steht ein Wegweiser „rechts Vahlbruch“, dort nicht lang, sondern das kleine nicht ausgeschilderte und kaum zu sehende Sträßchen halb links in den Wald!
Wenn’s ein bißchen höher wäre, könnt’s auch der Col de Fouchy sein, am Ende der Straße ist jedenfalls Brevörde. Jetzt links Richtung Hameln und am Ortsschild wieder links, Richtung Ottenstein.
Norddeutsche Tiefebene-Geschädigte dürfen das Sabbertuch ruhig benutzen. Man wähle einen Gang der zwischen 20-90km/h reicht.
Bitte schön: Die Ottensteiner Wand. Nachdem man so 2-17 mal rauf und runter gefahren ist, kann man auch längere Bögen fahren, erstmal nach Ottenstein und am Ende der Straße links oder rechts.
Wenn links, kommt am Ortschild wieder links/rechts. Links geht’s nach Glesse und rechts nach Lüntorf…
Wenn rechts am Ortsschild wieder rechts, eine nette Strecke Richtung Pegestorf auf die B 83 links nach Boden-Werder und dort über die Weser in die Rühler Schweiz (der Name ist Programm!)
In Golmbach rechts weiter Richtung Polle, dort die Fähre über die Weser nehmen und links Richtung Höxter, hinter der nächsten Tanke rechts, der Köterberg ist auch nicht weit, die Anfahrt sehr lecker, in Hummersen nicht ins Trudeln kommen, die Schilder sind richtig! Oben sind immer Biker, der Kaffee des Kiosks ist nicht schlecht und die Aussicht super.
Bei nur einem Tag Zeit muß man langsam ans umdrehen denken. Ab Bad Pyrmont geht’s via Griesem, Sonneborn die gleiche Strecke wieder zurück. Aber an der Kreuzung, an der es links nach Alverdissen geht, geradeaus in den Wald via Reine nach Bösingfeld, kurz vorm Ortsschild rechts, ab Goldbeck wird’s bis Uchtdorf wieder richtig lecker. In Friedrichswald links, durch Wennenkamp und kurz vor Uchtdorf bietet sich der Waldparkplatz für eine Pause an. Oder Niese – Rischenau – Elbrinxen – Glashütte (bei Bomberg) – Eschenbruch-Barntrup – Dörentrup und dann nochmal die Sterneburg. Aber wie gesagt, Goldbeck – Uchtdorf ist richtig lecker.
Jetzt nochmal ’ne Tass Kaff in Günther’s Kurve, oder auch nicht. Beim Rückweg hat man die gleiche Wahl wie beim Hinweg
Von Oldenburg aus stehen am Ende der Tour 500-700 km auf der Uhr, ab Bremen 100-150 km weniger.
Will man länger bleiben gibt’s Quatier in Landherberge Ottenstein, in der Tonenburg in Höxter/Albaxen oder der Villa Löwenherz in Lauenförde. Die Villa ist oft schon im Mai bis September ausgebucht!

Wer ein GPS-System nutzt bekommt <hier> die Tourdaten.

Für Übernachtungen im Weserbergland empfehlen wir auch das Landhotel zum Anker (d. Red.)

 


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