Hoertest

Gehörschutz von Landsberger, Version 2.0

 

aus Kradblatt 6/14
von Marcus Lacroix

 

Individueller Gehörschutz, 2. Version 

 

HoertestVor ein paar Jahren hatte ich mir mal bei Hörgeräte Landsberger in Bremen einen Satz Ohrenstöpsel maßanfertigen lassen. Zwar gibt es heutzutage schon relativ leise Motorradhelme, aber leise ist wirklich relativ bzw. sehr subjektiv. Auf längeren Strecken empfand ich selbst die teuersten Helme, die ich ausprobieren durfte, nicht als wirklich leise. Das fällt vor allem dann auf, wenn man eine Kommunikationsanlage eingebaut hat. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten ist die Verständigung normalerweise kein Problem, bei 120 km/h kann das aber schon ganz anders aussehen. So auch bei dem X-Lite X 551, den ich aktuell fahre und den wir euch <hier> vorstellen (toller Tourenhelm übrigens). Trägt man die bekannten gelben „Knautschestöpsel“, wird es zwar leise doch man versteht Navi-Ansagen u.ä. nicht mehr. Außerdem fühlt man (bzw. ich) sich dann so abgekapselt und hat das Gefühl es „gärt“ im Gehörgang.

Ausschaeumen-fuer-RohlingAnfang des Jahres traf ich Jörg Landsberger auf verschiedenen Motorradmessen und er präsentierte die neueste Generation seiner Gehörschützer. Nun ist es nicht so, dass ich mit den „alten“ von ihm unzufrieden wäre, aber meine Neugier war geweckt. Abgesehen davon lag mein letzter Hörtest auch schon ein paar Jahre zurück und die Ohren sollte man wie Augen und Zähne (und im zunehmenden Alter noch andere Körperbauteile) ja regelmäßig zur Inspektion bringen.
Bei der Eingangsuntersuchung wurde zunächst der Gehörgang mit einer Kamera inspiziert und per Kopfhörer die Empfindlichkeit bei unterschiedlichen Frequenzen getestet. Alles i.O. Mit einer Kunststoff-Formmasse wird das Ohr ausgeschäumt und ein Rohling gezogen. Das Ganze dauert insgesamt nur ca. 30 Minuten. Etwa eine Woche später kann man sich dann seinen individuellen Gehörschutz abholen.

Rohling-und-fertiger-SchutzDie neuen Ohrenstöpsel sind deutlich geschmeidiger als die alten und sitzen dadurch noch angenehmer im Ohr. Ein weiterer Vorteil sind fünf alternativ lieferbare Filtereinsätze, die man einfach selbst austauschen kann. Als Tourenfahrer mit Kommunikationsanlage im Helm hat man ja andere Präferenzen, als z.B. beim Training auf der Rennstrecke. Durch den Ohrschutz wird man nicht von der Umwelt abgekoppelt. Wind- und Motorgeräusche nimmt man weiterhin wahr, Warnsignale, Sprache oder Musik werden aber deutlich verständlicher. Wie krass der Unterschied ist, wird einem aber erst bewusst, wenn man z.B. nach einer längeren Autobahnetappe die Stöpsel rausnimmt und weiter fährt.

Wer noch die alten Landsberger-Stöpsel im Einsatz hat, für den ist ein Umstieg nicht zwingend notwendig. Wer allerdings noch keinen Ohrschutz fährt, dem kann ich die neuen Ohrschützer nur wärmstens empfehlen. Ein Hörtest ist auch ohne Kauf gratis, für die Maßanfertigung macht man aber besser einen Termin aus. Übrigens: Auch das Yamaha IDM Deutschlandteam fährt den individuellen Gehörschutz von Landsberger!

Ich wollte eigentlich transparente Stöpsel, nahm auf Anraten dann aber leuchtendes Orange. Ein Glück, denn nur zwei Wochen später hätte ich bei einer Pause beinahe einen verloren und in transparent wäre er wohl auf Nimmerwiedersehen im Gulli verschwunden!
Hörgeräte Landsberger findet man in Cuxhaven, Hemmoor, Langen bei Bremerhaven, Bremen sowie mit Beratungs- und Servicestellen in Otterndorf und Nordholz. Infotelefon 04721/33107, www.hoergeraete-landsberger.de.

 

 


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