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Editorial 1/21 – auf geht’s, seid mutig und stark!

Vorwort der Kradblatt-Ausgabe 1/21 von Marcus Lacroix

2020 ist endlich gelaufen – die Hoffnung lebt …

Editorial 01-21, Marcus mit X-ADV

Das erste Editorial das Jahres, auf geht’s. Eigentlich käme hier jetzt ja der übliche Hinweis und die Vorfreude auf die Messen, die im Januar traditionell mit dem Saisonerwachen des MC Rodenkirchen starten. 2021 natürlich nicht – das Jahr beginnt, so wie es geendet hat, im Zeichen des großen C. Die Frühjahrsmessen wurden alle abgesagt, was angesichts der Pandemielage auch verständlich ist. 

Nun hat mich die Setzerin aber gerade ermahnt, ich soll im Editorial nicht direkt rumheulen und in der Tat, sie hat ja Recht. Natürlich ist die Lage alles andere als toll und wir würden alle lieber auf Messen schnacken, feiern gehen, händeschütteln, Grünkohltouren unternehmen, Wintertreffen anfahren usw. Geht in diesem Jahr nun mal nicht, da müssen wir durch. 

Da freue ich mich lieber über Veranstalter, die trotz der Lage schon etwas weiter denken und wieder Events planen. So wie Ecki von Dicon (HMT, BMT, IMA), der für die BMT den 13. bis 16. Mai und für die HMT den 28. bis 30. Mai ins Auge gefasst hat – „Muss ja weitergehen“ sagt er und Recht hat er. Genauso sieht das auch Thomas von der TWIN Veranstaltungs GmbH, die die Motorräder Dortmund für den 29. April bis 2. Mai angesetzt haben. Auch das Team um Lars von Börjes Bikers Outfit hält am Frühlingstreff Augustfehn fest. Allen Veranstaltern gemein ist die Hoffnung und das Vertrauen auf eine Verbesserung der Lage und das Streben nach Lösungen angesichts von behördlichen Auflagen. Da können sich viele von uns (mich eingeschlossen) ein Scheibe von abschneiden, denn mit einem „Mimimiii, alles ist so Kacke“ ist keinem geholfen! 

2021 wird es noch mehr darum gehen, pragmatische Lösungen für unser Leben zu finden. Dann fallen die Events halt eine Nummer kleiner aus, dann gibt’s halt keine großen gratis Rahmenprogramme. Und wenn der Eintrittspreis dann aufgrund von behördlich gefordertem Mehraufwand trotzdem nicht sinkt, ist es doch egal. Das jährliche Genörgel an Eintrittspreisen kann man sich ja mal schenken. Die Veranstalter verdienen einfach unsere Unterstützung, das Miteinander ist wichtig! Ob wir dabei Masken tragen müssen oder nicht, ist völlig egal. Zusammenhalt und Rücksichtnahme zählen!

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass wir 2021 verreisen können. Auch da wird man die eigenen Ansprüche evtl. etwas zurückfahren müssen, da Reiseveranstalter u.U. kurzfristig auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren müssen. Aber ist das so schlimm? Meistens erinnert man sich an die Reisen, die nicht ganz rund liefen letztendlich doch noch intensiver. Kleine Abenteuer in unserer ach so durchorganisierten Welt. Auf unsere Leserreisen, On– wie Offroad, freue ich mich jedenfalls schon sehr (Infos siehe auch Seite 36 und 45 Ausgabe 1/21).

Reisen waren auch 2020 mit Einschränkungen möglich – ab Seite 24 haben wir den Bericht von Steffen, der als Tour­guide, für NSK fährt (siehe auch <hier>). 

Kommen wir zu einem anderen Punkt, der traditionell ins Januar-Editorial gehört: Saisonvorbereitung/Werkstatttermine.

Sicherlich haben es einige von euch in der vergangenen Saison schon erlebt: kurzfristig einen Werkstatttermin zu bekommen ist oft unmöglich. Die Werkstätten, freie – wie auch Vertragshändler, hatten teilweise erhebliche Vorlaufzeiten. Das Personal ist knapp, qualifizierte Schrauber und auch technisch versierte Seiteneinsteiger werden weiterhin gesucht. 

Macht also eure Werkstatttermine diesmal WIRKLICH frühzeitig. Ich habe mich im Dezember schon angemeldet. Hat die Maschine ein Saisonkennzeichen, ist abgemeldet oder soll ganz einfach nicht schmutzig werden, bieten viele Händler einen Hol- und Bringdienst. Teilweise in begrenztem Umkreis gratis, teilweise gegen Gebühr. Sprecht mit eurem Händler! Und erwartet nicht, dass man euch zum Saisonstart einen roten Teppich ausrollt, wenn ihr vorher auf den Cent „preisbewusst“ gekauft habt. Klar könnt ihr günstig ein neues Motorrad z.B. aus Süddeutschland kaufen, wenn dort ein Händler Überbestand verramscht. Und ja, ihr habt auch einen Garantieanspruch beim Vertragshändler hier vor Ort – aber ihr habt keinen Anspruch auf eine bevorzugte Behandlung! Ein Vertragshändler sagte mir neulich ganz direkt: „Für MEINE Kunden habe ich IMMER eine Hebebühne frei! Andere warten dadurch auch mal acht Wochen oder sie können ja dort hinfahren, wo sie die Maschine gekauft haben“. Denkt also daran, der Preis ist nicht alles!

In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif, seid mutig und stark, 2021 kann kommen!


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