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Suzuki VL 1500 Umbau

aus bma 03/03

von Kay Kock

Ich habe mir vor zwei Jahren eine Suzuki Intruder VL 1500 angeschafft. Die Maschine fand ich zwar sehr schön, doch ärgerte es mich, dass es letztendlich doch ein „Moped” von der Stange war. Sicher kann man auch im Serientrimm gut mit der „Trude” leben, doch mir war das nicht genug.
Ich fing also an, mit Kleinigkeiten aus dem üblichen Zubehörhandel leichte Veränderungen an der Maschine vorzunehmen. Das ging bis zum Winter 2000 gut, aber dann wurden in mir immer weitere neue Ideen wach, die ich in die Tat umsetzen wollte. Zwar waren mir schon abgesägte Schutzbleche oder andere simple Umbauten aufgefallen, aber das war mir zu wenig und zu einfach. Ich wollte einfach etwas einmaliges! Nur wie?
Ich erinnerte mich an meine Kindheit zurück, in der wir aus Luftballons, Zeitungspapier und Kleister Masken gebaut haben. So ging es dann los! Aus Maschendraht, Papier und Kleister baute ich eine völlig neue Grundlinienform und überzog die ganze Konstruktion mit GfK-Matten. Die Haltepunkte der Verkleidung und der Sitzfläche passte ich dem Motorrad an. Bedingt durch die ursprüngliche Lage des Tanks unter der Sitzbank hatte ich die Möglichkeit, meinen Ideen freien Lauf zu lassen und entschied mich, meine selbst entworfene – im doppelten Sinne des Wortes – „Verkleidung” in einem Stück zu entwerfen und zu bauen.

 

Nach dreimonatiger Arbeitszeit und Erstellung eines Materialgutachtens segnete der TÜV die Konstruktion ab und nahm in den Papieren die amtliche Eintragung „Mono-Kock” vor. Ein optisch schönerer Auspuff und Lampen rundeten das Gesamtbild ab. Von März bis Ende Oktober 2001 durchlief ich eine von mir gewollte Testphase um zu überprüfen, ob und inwieweit Spannungsrisse auftreten. Die Spannungsrisse wurden dann beseitigt und das Heck verlängert, um eine fließendere Form zu erzielen. Mit Airbrush, das ich mir selbst beigebracht habe, bemalte ich die Tankattrappe, die Felgen, den Bugspoiler, das Schutzblech und auch die Bremsscheiben. Als weiteres Highlight machte ich „3 D-Airbrush”. Das heißt, ich modellierte oder bettete Material in die Verkleidung ein und dieses wurde dann entsprechend lackiert, wo auch hierbei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die ganze Sache brachte mir so viel Spaß, dass ich das Airbrushen professionell ausbauen möchte!
Fahrwerk und Motor beließ ich im Serienzustand. Der Umbau umfasste folgende Maßnahmen: Tachoantrieb auf Tachoschnecke umgebaut; Bugspoiler und Luftfilterattrappe sowie Verkleidung selbst entworfen und gebaut; Scheinwerfer, Spiegel und Rücklicht aus dem Zubehörhandel, Konrollleuchten als Leuchtdioden ausgeführt.
Es musste außerdem elektronisch einiges umgebaut werden, da in der ursprünglichen Version eine Tachoeinheit mit elektronischem Geber harley-typisch in der Tankmitte angebracht ist. Das hintere Federbein wurde zudem fester gestellt, um ein zu weites Durchfedern zu verhindern! Durch diese Änderung und natürlich das geringere Gewicht der neuen Verkleidung und des Schutzbleches sind die Fahreigenschaften und der Fahrspaß mit meiner Inruder VL 1500 erheblich gestiegen!

 

 

 


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