aus Kradblatt 1/14
von Egon Milbrod

Gruppenbild-in-Petersburg-vor-dem-WinterpalastDer Empfang ist herzlich. Anton, den wir im letzten Jahr kennengelernt hatten, empf√§ngt uns an der verabredeten Stelle. Noch am Abend vorher hatte uns sein Clubvorsitzender Igor zugesichert, dass alles klappen w√ľrde. Aus Antons chinesischer 250er ist eine stattliche 750er Virago geworden. Auch sonst scheint es ihm wirtschaftlich besser zu gehen. Vor der Besichtigung der bedeutendsten Ikonenmalerei Russlands werden wir noch in ein nahegelegenes Lokal zum Essen eingeladen. Erst langsam realisiere ich, dass sein Begleiter der Direktor des Unternehmens ist. Auch er ist ein begeisterter Motorradfahrer.
 
Aber mich besch√§ftigt etwas ganz anderes: Paul ist weg! Einfach so an der wartenden Gruppe vorbeigefahren. An mehreren m√∂glichen Abzweigen steht er nicht! Dazu kommt, dass er nicht in der Lage ist, die kyrillischen Ortsschilder zu lesen und so den Abzweig nach Palech verpasst hat. Er hat zwar ein Roadbook, aber wer wei√ü, ob er sich daran halten wird. Mitten in den Smalltalk beim Imbiss platzt die Nachricht, dass er im Ort gesichtet wurde. J√ľrgen versucht noch, ihn einzuholen, aber bis er Motorradjacke, Helm und Handschuhe angezogen hat, ist Paul schon wieder √ľber alle Berge. Nach vielen vergeblichen Versuchen k√∂nnen wir ihn √ľber das Handy erreichen. Wir fordern ihn auf, allein die 250 km Landstra√üe nach Nishni Nowgorod zu fahren, um uns dort im Hotel zu treffen. Nun verstehen auch die anderen Teilnehmer der Reise, dass nicht nur die Sprache, die Landkarte, die Versicherung oder die Ersatzteile ein Problem bei einer Gruppenreise in Russland sein k√∂nnen. Das allerwichtigste ist ein Telefon mit den Nummern der Teilnehmer, insbesondere die der Organisatoren und eine volle Handybatterie! Wenigstens diesen Ratschlag hatte Paul befolgt. Also k√∂nnen wir unser Programm ‚Äěabspulen“ und erhalten durch den Werkdirektor nicht nur eine ‚ÄěSpezialf√ľhrung“, sondern auch Antworten auf eigentlich jede Frage. Etwa 250 Mitarbeiter, √ľberwiegend Frauen, fertigen hier im Akkord Ikonen f√ľr den immensen Bedarf der orthodoxen Kirchen in Russland und in den Nachbarl√§ndern. Jede Malerin f√ľhrt nur bestimmte Arbeiten aus. So ist gew√§hrleistet, dass die hohe Kunst dieser Technik auf gleichbleibendem Niveau gehalten wird. Regelm√§√üige Schulungen anhand alter Abbildungen und Kataloge der Museen sorgen daf√ľr, dass der Stil der Ikonen erhalten bleibt, denn Ausdruck und Haltung sowie Farben jedes Heiligen sind seit Jahrhunderten festgelegt und d√ľrfen nicht ver√§ndert werden. Zum Abschied bekommen wir noch frisches Brot geschenkt, eine sehr gro√üe Ehre in Russland, damit wir den weiteren langen Weg zum Baikalsee gut bew√§ltigen.
 
Abendstimmung-in-SusdalKurz vor unserer Abfahrt kommt die n√§chste Nachricht: Paul hatte einen Unfall. Er sei unverletzt, aber seine Maschine w√§re fahrtunt√ľchtig. Also setze ich mich in den Bulli und fahre los. Unter anderem f√ľr solche F√§lle haben wir das Begleitfahrzeug dabei. In den Telefonaten zwischendurch gibt mir Paul die Koordinaten durch, die er von seinem Blackberry abgelesen hat. Er steht ca. 75 km von der eigentlichen Route entfernt mitten in einem kleinen Dorf in einer riesigen Waldgegend. Als ich mich seinem Aufenthaltsort auf wenige Kilometer gen√§hert habe, der n√§chste Schock: Die Koordinaten, die er mir durchgegeben hat, stimmten mit dem Format unserer Garmin Ger√§te nicht √ľberein! Also im Schnelltempo an den Polizeistreifen am Wolga-Stausee vorbei. Staumauern sind n√§mlich sicherheitsrelevante Objekte und werden besonders argw√∂hnisch durch die Polizei √ľberwacht! Z√ľgig weiter zum Platz der Havarie. Als ich endlich bei ihm eintreffe, ist J√ľrgen schon da. Paul hat einige leichte Sch√ľrfwunden, der Helm ist aufgeplatzt, ein Blinker abgebrochen und der Zylinderkopfdeckel seiner 30 Jahre alten BMW R 80 GS durch seine Rutschpartie durchgescheuert. Bei str√∂mendem Regen hatte er einen LKW √ľberholen wollen und sei dabei in eine Spurrille geraten. Das Aquaplaning hatte ihn zum Bremsen veranlasst und seinen Sturz zur Folge gehabt. Ich bin mir nicht sicher, ob ihm klar war, wie viele Schutzengel er bei dieser Aktion gehabt hatte.
 
Landschaft-in-SibirienIgor ist der Motorradclubvorsitzende der Region Wladimir/Susdal und unser n√§chstes Hotel ist 400 km von ihm entfernt. Aber wir sind ja in Russland! Auf meine SMS mit der Bitte um Hilfe folgt nur ein kurzes ‚ÄěWarte“. Paul probiert w√§hrenddessen sein Gl√ľck bei BMW in Deutschland und beim ADAC. Kurze Zeit sp√§ter erreicht mich dann die Mitteilung: Um 20 Uhr meldet sich jemand bei euch im Hotel, dem gibst du das Teil und dann wird dir geholfen! Genau so war es auch. Am n√§chsten Tag um 15.00 Uhr haben wir den reparierten Seitendeckel in der Hand; sauber ist das Aluminium aufgeschwei√üt und der Deckel ist dicht. Inzwischen hat auch der ADAC geantwortet: In 3-5 Tagen k√∂nnten wir vielleicht aus Deutschland Ersatz erhalten, wenn bis dahin die Formalien f√ľr den Import nach Russland gekl√§rt sein sollten und wir eine Empfangsadresse angeben w√ľrden.
 
Acht Mal bin ich mittlerweile in Russland, zum wiederholten Male mit meinem Freund J√ľrgen. Mit seinem Unternehmen MOTTOUREN ist er der Spezialist f√ľr Motorradreisen in den Osten. Auf dieser Reise bin ich das ‚ÄěM√§dchen f√ľr alles“ und fahre das Begleitfahrzeug. Ich genie√üe damit den Vorzug, trocken zu sitzen und habe den Nachteil hinterher zu fahren. Aber da ich die Gepflogenheiten in Russland gut kenne, dauert es bei allen Begegnungen und Treffen, oft auch unmittelbar am Wegesrand, nur wenige Minuten bis auch ich Teil des Geschehens bin.
 
Alles-ausprobierenDieses Mal waren wir mit der F√§hre nach Russland eingereist. Ich konnte St. Petersburg zum ersten Mal w√§hrend seiner ‚Äěwei√üen N√§chte“ besuchen, leider regnete es! Auf halbem Weg nach Moskau begr√ľ√üen uns die Waldai-Biker und laden uns ein. Wir d√ľrfen uns in diesem bedeutsamen Naturschutzgebiet n√∂rdlich von Moskau, in dem auch Putin seine Datscha hat, erholen. Mit dabei ist J√ľrgens Freund Gisbert, der seit √ľber 25 Jahren als Korrespondent in Russland lebt. Er ist es auch, der uns das russische Leben mit Datscha auf dem Lande und Stadtwohnung in Moskau n√§her bringt. Unser Weg f√ľhrt uns um Moskau herum zur Klosterstadt Sergejew Possad, das ehemalige Sagorsk, inzwischen Weltkulturerbe und sp√§ter am Nachmittag erreichen wir Susdal. Nach einer Stadtf√ľhrung sitzen wir noch lange mit Vertretern des lokalen Motorradclubs zusammen. H√∂hepunkt dieses Teils der Reise auf dem ‚ÄěGoldenen Ring“ im Umkreis von 300 km um Moskau sollte eigentlich die Ikonenmalerei in Palech sein. Stattdessen ereignet sich die oben erw√§hnte Episode.
 
Ab Kasan, der Hauptstadt der Repu¬≠blik Tatarstan, fahren wir wieder gemeinsam weiter. In Ishewsk, Hauptstadt der benachbarten Republik Udmurtien, empf√§ngt uns am Stadtrand Dimitri mit seinen Freunden vom √∂rtlichen Motorradclub. Er ist in Parchim bei Schwerin geboren, spricht aber kein Deutsch. Wir hatten ihn bereits vor einem Jahr auf unserer letzten Reise nach Sibirien kennengelernt. Unser Aufenthalt in dieser Industriestadt reicht f√ľr den Besuch des neuen Kalaschnikow-Museums und f√ľr eine ausf√ľhrliche Stadtf√ľhrung am n√§chsten Morgen. Hier, im Nord-Ural, befand sich im 2. Weltkrieg das Zen¬≠trum des Handfeuerwaffenbaus. Auf der Weiterfahrt lernen wir die andere Seite der Stalin-Zeit kennen: das Straflager ‚ÄěPerm 36″. Als letzter aktiver GuLag war es noch bis unter Gorbatschow aktiv und wird nun auf Initiative der ehemaligen Insassen als Museum bewahrt.
 
Auf-der-M-53-in-SibirienMag es an diesen ergreifenden Momenten liegen, dass auf der Weiterfahrt von einigen die Grenze Europa-Asien und das dazugeh√∂rige Denkmal am Stra√üenrand √ľbersehen wird? Ein paar Stunden sp√§ter erwartet uns in Bingi, einem kleinen Dorf schon in Sibirien, Stefan Semken. Sein Motto: ‚ÄěRussland ist nicht Teil Europas und deshalb ein wenig anders.“ Um das zu verdeutlichen, erm√∂glicht er seinen G√§sten in einem russischen Dorf zu √ľbernachten und stellt im Sommer Jurten in seinem Garten auf. In den Gespr√§chen mit ihm, den Dorfbewohnern oder dem Popen kann jeder authentische Informationen √ľber das Leben hier erhalten. Dazu gibt es viele Tipps zum Erkunden der n√§heren Umgebung dieser Landschaft √∂stlich des Ural.
 
Wir bleiben zwei Tage, erleben ein authentisches Russland, ohne flie√üendes Wasser und ohne Kneipe oder anderen Annehmlichkeiten der ‚ÄěZivilisation“. Gegens√§tzlicher k√∂nnte der n√§chste Aufenthalt nicht sein: Tjumen, das Zentrum der Erdgasindustrie, ist nicht nur als modern, sondern schon beinahe als pomp√∂s zu bezeichnen. Die vielen Datschas in der Umgebung, die futuristischen Neubauten in der Stadt und zahlreiche hochpreisige Automarken zeugen vom Reichtum der Region, basiernd auf der Erd√∂lf√∂rderung.
Die folgende Etappe nach Omsk f√ľhrt unweit der kasachischen Grenze vorbei. Genau wie wir benutzen viele Kraftfahrer diese Route. G√ľter werden auch hier ‚Äějust in time“ auf der Stra√üe transportiert. Obwohl der Stra√üenbau in Russland Hochkonjunktur hat, sind noch viele Haupt- und Nebenstrecken in einem bedauernswerten Zustand. √úber jede Baustelle freue ich mich, denn man wei√ü bei einem schlechten Streckenabschnitt nicht, ob er 100 m oder 100 km lang ist.
 
Besichtigung-MotorradwerkLandwirtschaft mit riesigen Flächen begleitet uns bis Novosibirsk. Ich verlasse zwischendurch die Hauptstraße und besuche deutschstämmige Siedler in einem kleinen Dorf. Das Leben in diesen Dörfern erschrickt sogar mich! Klar, wenn die Felder 200 ha groß sind, dann sind die Entfernungen zwischen den Dörfern entsprechend.
In Novosibirsk gelingt es Dimitri, unserem lokalen Schrauber, nicht, die immer wieder √ľberkochende Ducati dauerhaft zu reparieren. Mit BMW kennt er sich besser doch aus. Auch hier sind die Ver√§nderungen ersichtlich: Dimitri hat inzwischen Familie und arbeitet deshalb nicht mehr am Sonntag. Inzwischen ist seine Auftragslage so gut, dass er einen Angestellten hat. W√§hrenddessen werden wir von den ‚ÄěWei√üen W√∂lfen“ betreut. Wir k√∂nnen Kfz-Werkst√§tten besichtigen, in denen soziale Projekte mit benachteiligten Jugendlichen durchgef√ľhrt werden. Bei den zahlreichen Motorsportveranstaltungen in der Region wurden in vielen Kategorien Auszeichnungen und Preise errungen. V√∂llig ungewohnt f√ľr viele Teilnehmer der Tour ist der Besuch des Ehrenhains f√ľr die Gefallenen des 2. Weltkrieges. Dieses mehrere Hektar gro√üe Gel√§nde ist √ľbers√§t mit Gedenktafeln, Monumenten und Waffen des Krieges. Die Verehrung der Gefallenen des zweiten Weltkrieges hat in Russland Z√ľge einer ‚ÄěSchein-Religion“, um von vielen gesellschaftlichen Problemen abzulenken.
 
Auf der Weiterfahrt nach Kemerowo ist es nicht mehr zu verheimlichen: die Taiga brennt! Bereits in Novosibirsk konnten wir nur schwer Fotos machen, die Luft ist ausgesprochen diesig. Jetzt lechzen wir nach Regenschauern, die f√ľr kurze Zeit die Luft reinigen. In diesen Sumpfgebieten ist es schwierig, eigentlich unm√∂glich, die zahlreichen Br√§nde zu l√∂schen. Bis man in Moskau auf das Problem aufmerksam wurde, stand hier ein Gebiet von der Gr√∂√üe Westeuropas in Flammen. Auch in den Bergen um Krasnojarsk ist es nicht besser. Von den Kohle- und Erzlagerst√§tten im Kusbas-Gebiet sehen wir entlang der Stra√üe nur wenig. Umso √ľberraschender die Begegnungen in Taischet, einem ehemaligen Verwaltungs-Zentrum f√ľr die zahlreichen russischen, deutschen und japanischen Zwangsarbeiter und einem der wichtigsten Knotenpunkte der Transsibirischen Eisenbahn. Hier wohnt Igor, ein Deutschlehrer, der inzwischen als Verk√§ufer f√ľr Waschmaschinen arbeitet, um seine Familie ern√§hren zu k√∂nnen. Igor zeigt uns seine Stadt, aber auch ein ethnografisches Museum ‚Äěin der N√§he“ ‚Äď 100 km entfernt ‚Äď das √ľber die letzten hier lebenden halbnomadischen Ureinwohner berichtet.
 
Gruppenfoto-aller-Teilnehmer-in-IshewskIn Tulun wird Steinkohle abgebaut, die hier schon in 5 m Tiefe liegt. Wir besichtigen einen der gr√∂√üten Schaufelradbagger der Welt, der als strategische Reserve sein Dasein fristet. Bewacht wird er von Irina, die hier seit Jahren im Wechsel mit ihrem Kollegen im Wohnwagen Dienst verrichtet. Sie freute sich riesig, uns zu sehen, denn sie hatte es nicht glauben wollen, als wir ihr im vergangenen Jahr versicherten, dass wir wieder kommen w√ľrden.
Der Baikal! F√ľr viele Menschen steht nicht die Reise dorthin im Mittelpunkt, sondern der Baikal-See selbst. Aber ist nicht die Reise dorthin der Schl√ľssel zum Verst√§ndnis √ľber die Bedeutung dieses Sees? Erst die bewusste Reise durch die vielf√§ltigen Gebiete und Regionen Russlands macht deutlich, dass nicht die Entfernung in Kilometern den Reiz ausmacht, sondern das Wandeln durch die verschiedenen Kulturen und Landschaften mit ihren nationalen Minderheiten und Eigenarten. Es ist m√ľ√üig aufzuz√§hlen, was die Gr√∂√üe und die Ber√ľhmtheit dieses Sees ausmacht, das kann jeder im Lexikon besser nachlesen. Viel erw√§hnenswerter ist die Tatsache, dass hier auch der letzte Teilnehmer begriffen hatte, dass wir uns in einer anderen Welt befanden. Widerspruchlos, wenn auch mit einem Z√∂gern, wurden die Motorr√§der mitsamt Dokumenten einer Spedition anvertraut. Alle kannten die Stra√üen, die dieser LKW innerhalb von 4 Tagen in Tag- und Nachtfahrt zur√ľckzulegen hatte! Und wir wussten inzwischen, dass unser Rechtsverst√§ndnis die Beh√∂rden in Russland nur zum Lachen anregt. Alle hatten zum Baikal reisen wollen und stellten nun fest, dass er zu gro√ü ist, um in wenigen Tagen alle Besonderheiten zu erleben.
 
IkonenmalereiF√ľr unsere R√ľckfahrt nach Moskau nahmen wir die Transsibirische Eisenbahn, in Russland das zuverl√§ssigste Verkehrsmittel. Auch in den Z√ľgen m√ľssen wir uns den russischen Bedingungen f√ľgen. Dazu geh√∂rt auch, dass in einem Waggon kein Strom f√ľr die diversen Ladeger√§te und Laptops zu erhalten ist, wenn eine Zugbegleiterin ihre Macht ausspielt und behauptet, dass die Staatsbahn Strom sparen m√ľsse. Warum das in anderen Waggons nicht der Fall sei, wollte sie uns nicht erkl√§ren. Vier Tage auf engem Raum in einem Abteil, in dem gegessen, geschlafen und gelesen wird, ist f√ľr manchen Motorradfahrer ein Alptraum. So sind wir froh, endlich in Moskau anzukommen. Klasse, im Hotel k√∂nnen wir bereits um 8.00 Uhr morgens die Zimmer zu beziehen. Daf√ľr ist aber auch der √úbernachtungspreis mindestens doppelt so hoch wie in Deutschland. 
 
Wohl dem, der bis hierher mit allen Sinnen die Reise aufgenommen hat: die unendliche Weite des Landes, die scheinbare R√ľckst√§ndigkeit in den l√§ndlichen Gebieten, die langen Transportwege, das extreme Klima und die unterschiedlichen Zust√§nde auf den ‚ÄěAutobahnen“ und Stra√üen. Wer meint, in Moskau gewesen zu sein und deswegen glaubt, Russland zu kennen, wird nach solch einer Reise eines anderen belehrt.
 
Nein, Moskau ist nicht Russland! Auch wir haben die Sehensw√ľrdigkeiten dieser 12 Millionen Stadt gesehen, haben den prunkvollen Kreml, die Metro, die Kl√∂ster und Kirchen besichtigt. Aber was sagt das √ľber ein Land aus, das 50-mal gr√∂√üer als Deutschland ist und von dem wir nur etwa die H√§lfte auf einem schmalen Band durchreist haben? Auch wenn wir mit Borodino, Smolensk und Katyn weitere historisch wichtige Orte Russlands besuchten, so sieht inzwischen mancher Teilnehmer Russland mit anderen Augen. Um mir aber ein Urteil oder eine eigene Meinung √ľber Russland und die dortigen Verh√§ltnisse zu bilden, werde ich sicher noch mehrmals dieses Land bereisen. Wie viele, die wiederholt in diesem eindrucksvollen Land waren, werde auch ich den ‚ÄěVirus Russland“ nicht los. Eventuell trifft man sich ja irgendwo, warum nicht in Russland?!