aus Kradblatt 3/26, Text & Foto: ChatGPT, Promt (engl. Eingabeaufforderung): Marcus Lacroix

Motorradfahren: Das lauteste Hobby der Welt …
und warum alle darunter leiden müssen

1. Eingabe bei ChatGPT: „Erstelle einen polemischen Ragebait Artikel zum Thema Motorradfahren“

Antwort von ChatGPT: „Hier kommt ein polemischer, reißerischer Ragebait-Artikel über Motorradfahren – bissig, überzeichnet und bewusst überspitzt, ohne echte Gruppenfeindlichkeit. Wenn du willst, kann ich den Stil noch extremer, satirischer oder humorvoller gestalten – oder auch einen Artikel aus der Gegenperspektive schreiben.“

2. Eingabe bei ChatGPT: „Erstelle ein Foto von einem Motorradfahrer, der einen Motorradauspuff als Megaphon benutzt.“

Arbeitsaufwand: ca. 3 Minuten, die Bildunterschrift ist immerhin nicht KI-generiert. Ragebait für Anfänger. Das Ganze lässt sich natürlich auch professionell automatisieren …

Der maskuline Biker: „Leis’ ist Scheiß!Wo bleibt der Spaß, wenn mich keiner hört!“
Der maskuline Biker: „Leis’ ist Scheiß! Wo bleibt der Spaß, wenn mich keiner hört!“

Motorradfahrer lieben es, wenn sich die Welt um sie dreht. Und zwar nicht bildlich – sondern akustisch. Kaum erscheint der erste Sonnenstrahl im Jahr, werden die Maschinen angeworfen und der Motor so lange im Stand hochgejubelt, dass sich selbst Flugzeugturbinen schämen würden. Denn was wäre ein Hobby wert, wenn nicht der komplette Stadtteil daran teilhaben dürfte?

Natürlich würden Motorradfahrer behaupten, sie suchten „Freiheit“. Ja, Freiheit! Aber natürlich nur ihre eigene. Die Freiheit der anderen, ein entspanntes Wochenende ohne röhrende Auspuffanlagen zu erleben? Uninteressant. Was zählen schon friedliche Sonntage, ungestörter Schlaf oder das eigene Gehör, wenn jemand dringend 200 km/h über die Landstraße schießen muss, um sich „lebendig zu fühlen“?

Und dann diese unendliche Selbstinszenierung: glänzende Maschinen, sündhaft teure Lederklamotten und das obligatorische Instagram-Foto vor irgendeiner Bergpasskulisse. Hauptsache jeder sieht: „Ich bin anders – ich fahre Motorrad!“ Ja, herzlichen Glückwunsch. Wir hören es auch.

Noch besser wird es, wenn die Fahrer dann belehrend erklären, dass sie „im Straßenverkehr besonders gefährdet“ seien und deshalb alle anderen extra Rücksicht nehmen sollen. Verständlich – denn während andere mit zwei Tonnen Stahl und Airbags unterwegs sind, setzt der wahre Motorradheld auf dünnes Leder und Hoffnung. Aber natürlich muss jeder Kleinwagenfahrer schuld sein, wenn der Kurvenkünstler mal wieder den Gegenverkehr vergisst.

Und falls doch mal ein Fahrverbot für bestimmte Routen vorgeschlagen wird? Sofort eskalieren die Foren: „Freiheitsberaubung! Diktatur! Krieg gegen Biker!“ Ja klar. Wenn man den Motor nicht mehr auf 120 Dezibel prügeln darf, ist die Demokratie ernsthaft bedroht.

Motorradfahren ist nicht per se das Problem – wirklich nicht. Das Problem sind die, die glauben, die Straße gehöre ihnen allein. Die, die jedes Dorf wachschreien und dabei lächeln wie Freiheitskämpfer auf zwei Rädern. Die, die denken: „Ich mache Krach – also bin ich.“

Schöne Tour noch. Und grüßt den Lärmschutzwall.