Nolan N53

Nolan N53 und Scott OTG

Nolan N53Zum gelegentlichen Offroad-Fahren extra einen passenden Helm kaufen? Auf jeden Fall, der Unterschied ist auch für Anfänger deutlich zu spüren, wie hier mit dem Nolan N53 …

aus Kradblatt 01/17
von Marcus Lacroix

Ausprobiert: Nolan N53 und Scott OTG

Nolan N53 und Scott BrilleFahrern, die ernsthaft im Motocross- oder Endurosport unterwegs sind, braucht man nichts zu erzählen. Die wissen wie wichtig eine passende Ausrüstung ist.

Wie die meisten unserer Leser sind wir aber keine Cracks, sondern haben einfach Spaß am Motorrad – auch abseits der Straße. Und da stellt man dann zwei Dinge sehr schnell fest: um flott zu sein, braucht es ganz viel Übung und auch langsam ist es viel anstrengender als es aussieht. Die Luft wird einem knapp, die Pumpe rast. Mit offenem Visier kriegt man nicht nur Fliegen ins Gesicht und der Schweiß fließt in Strömen. Das schlaucht …
Üben muss man selbst, passende Ausrüstung kann man aber kaufen. Gerade wenn man eher wenig Ahnung hat, empfiehlt sich der Gang zum engagierten Fachhändler, der auch persönliche Erfahrungen beisteuern kann.

Nolan N53Den Nolan N53 konnte ich schon mal in Spanien On- und Offroad fahren und er hatte mir da bereits sehr gut gefallen. Die Entscheidung war also schnell gefallen. Das geringe Gewicht, die in die Außenschale integrierte Brillenband-Führung sind ebenso Pluspunkte, wie der immer perfekt passende Doppel-D-Verschluss und die Korrekturbrillen-Tauglichkeit (gerade für Minus 8er Blindschleichen wie mich sehr wichtig!). Die „Clima Comfort“ Innenausstattung ist zum Reinigen leicht herausnehmbar und für einen Nackenprotektor (Neck Brace) ist er auch vorbereitet. Klasse Dekore gibt es obendrein (www.nolangroup.de)

Fährt man den Helm über längere Strecken auch mal auf der Straße, empfiehlt sich ein Gehörschutz. Ein offener Endurohelm ist bauartbedingt natürlich lauter als ein Integralhelm, insgesamt aber erträglich.
Der in Italien produzierte Nolan N53 ist im Fachhandel in sieben Größen mit zwei Außenschalen zum UVP von fairen 159,99 Euro (uni, Dekore kosten Aufpreis) lieferbar. Wie immer gilt aber auch hier: ein Helm muss vor allem passen, kauft ihn nicht (nur) weil er toll aussieht!

Ohne eine Endurobrille ist so ein Endurohelm natürlich unvollständig. Die Scott Split OTG kaufte ich nach ausgiebiger Beratung beim Offroad-Spezialisten, da die Passform für Brillenträger optimiert ist. Die Belüftung ist sehr gut, das rutschfeste Brillenband hält sicher in der am Helm vorgesehenen Ausbuchtung und im Nasenbereich ist die OTG justierbar für besten Sitz. Features, wie die Abrissvisierhalterung werde ich kaum brauchen, aber sie stört auch nicht das Blickfeld. Scheiben in unterschiedlicher Tönung und Verspiegelung sind als Extra erhältlich. Die Scott kostet zwar halb so viel wie der Helm selbst, eine „günstigere“ Alternative liegt aber schon ungenutzt in der heimischen Schublade. Nehmt zur Anprobe unbedingt eure Brille(n) und den Helm mit, das erspart dann ggf. Fehlkäufe!


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