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Motorradreise durch Tschechien: Darauf müssen Kradfahrer achten

Motorradreise durch Tschechien

Das deutsche Nachbarland Tschechien bietet für Motorradfahrer ideale Voraussetzungen für eine ausgiebige Motorradreise. Historische Städte und abwechslungsreiche Landschaften machen ebenso Lust auf eine Rundreise durch das Land wie die Kultur und Gastfreundschaft der Einheimischen. Dabei können Kradfahrer landesweit aufatmen. Während alle Fahrzeuge, die vier Räder haben, bei Fahrten auf tschechischen Autobahnen Maut zahlen müssen, sind Motorräder jeder Leistungsklasse davon befreit. Auch für Trikes gibt es keine Mautpflicht.

Während die Warnweste in Tschechien bislang noch nicht Pflicht ist, sieht es für den Helm anders aus. Landesweit gibt es eine Helmpflicht. Weiterhin werden die Motorradfahrer vom tschechischen Gesetzgeber dazu verpflichtet neben einer Verbandtasche auch einen Satz Ersatzsicherungen mitzuführen. Wer bei der Einreise ins Land keine Verbandstasche dabei hat, kann diese an den Tankstellen für rund vier Euro kaufen. Wichtig ist, dass alle Bestandteile das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten haben.

Kradfahrer müssen sich vor allem am Andreaskreuz in Tschechien auf andere Regelungen einstellen. In Tschechien blinken die Kreuze mit dem Dreileuchtensignal weiß. Wenn ein Zug an den Bahnübergang heran fährt, weist darauf ein rotes Wechsellicht hin. Grundsätzlich hat Tschechien ein absolutes Alkoholverbot. Schon kleinste Mengen werden mit hohen Strafen geahndet. Weiterhin müssen Motorradfahrer das ganze Jahr mit Tagfahrlicht unterwegs sein. In den Ortschaften ist maximal 50 km/h erlaubt. Auf den Landschaften darf höchstens 90 und auf den Autobahnen 130 km/h gefahren werden.

Am besten lässt sich Tschechien während einer Rundreise erkunden. Neben der Hauptstadt Prag, die für ihre beeindruckende Architektur und bewegende Geschichte bekannt ist, ist insbesondere Böhmen einen Besuch wert. Böhmen ist unter anderem für seine hervorragende Küche bekannt, weiß seine Besucher aber auch mit Historie und Natur zu begeistern.

In Böhmen wird die Rundreise durch Tschechien vor allem von Ruhe begleitet. Die Straßen sind zwar nicht im besten Zustand und keineswegs auf viel Verkehr ausgelegt, doch der Charme der Landschaft bleibt unbezahlbar. Einer der Höhepunkte ist der Kaiserwald, der bei den Einheimischen als Slavkoský Les bekannt ist. Das friedliche Hügelland sorgt bei der Rundreise durch Tschechien für Fahrspaß. Immer wieder führen die Straßen in tiefe Wälder. Alleen säumen die langen Straßen. Die Ortschaften liegen kilometerweit auseinander, sodass auf den Rundreisen immer wieder längere Etappen darauf warten, mit dem Motorrad zurückgelegt zu werden.

Durch das Tal der Teplá gelangen Motorradfahrer auf einen steilen Felssporn. Hier erstreckt sich der Fluss zu beiden Seiten und führt zum Schloss Bečov. Das Schloss ist bis heute in einem sehr guten Zustand und hat sich für seine Besucher herausgeputzt. Der Weg dorthin ist steil und schon deswegen für Motorradfahrer ein besonderes Erlebnis. Immer wieder kann auf der Fahrt ein Zwischenstopp in einem der vielen kleinen Straßencafés eingelegt werden, in dem böhmische Spezialitäten auf dem Tisch landen. Weiter geht es schließlich zum Kloster Teplá. Bis dorthin führt die Kradstrecke immer wieder durch kleine Dörfer, die scheinbar menschenleer sind  und von farbenfrohen Häuschen geprägt werden.


Foto: Pixabay.com / Free-Photos / https://pixabay.com/de/photos/berge-motorrad-fahrt-straße-kurve-844871/