Motorrad auf dem Fahrzeug verladen – diese Möglichkeiten gibt es

Motorrad auf dem Fahrzeug verladen – diese Möglichkeiten gibt es

Viele Biker sind sich einig: Das Fahren mit dem Motorrad auf der Autobahn hat einen sehr niedrigen Fun-Faktor. Genau aus diesem Grund entscheiden sich viele dafür, das Motorrad mit dem Auto an den gewünschten Zielort zu transportieren und erst dort in Betrieb zu nehmen. Grundsätzlich ist der Transport des Motorrades einfach zu bewältigen. Mit der richtigen Ausrüstung und ein wenig Routine kann das Bike schnell und sicher verladen werden. Eine Seilwinde oder ein Kettenzug können einem das Leben dabei in vielen Fällen erheblich erleichtern.

Pixabay.com © Hans CCO Public Domain
Auf einem eigens dafür konstruierten Anhänger lassen sich Motorräder besonders einfach und sicher verladen. Alternativ dazu können sie auch in einem Transporter oder auf einem Pick-Up befördert werden.    

Welche Möglichkeiten gibt es für den Motorrad-Transport

Wer nicht selbst mit dem Motorrad an den gewünschten Zielort fahren kann oder möchte, hat grundsätzlich die Auswahl unter mehreren Möglichkeiten. Zu den populärsten Transportmöglichkeiten zählen vor allem:

  • Ein eigenes Transportfahrzeug
  • Die Laderampe eines Pick-Ups
  • Ein entsprechender Motorrad-Anhänger

Bei den einzelnen Varianten ist die Verladung des Motorrades mal mehr und mal weniger kompliziert. Am einfachsten und sichersten funktioniert es in der Regel bei einem Motorrad-Anhänger, da dieser genau für diesen Zweck konstruiert wurde.

Das Bike auf dem Motorrad-Anhänger verladen

Motorrad-Anhänger von renommierten Herstellern sind von Profis entwickelt und bestechen deshalb in den meisten Fällen durch ihre hohe Funktionalität und die einfache Bedienung. Darüber hinaus sind sie für nahezu alle Größen vom einfachen Roller bis zu Touren-Motorrädern wie der BMW K 1200 LT dazu geeignet, sicher zum gewünschten Zielort zu gelangen.

Wer sich von den Vorzügen eines Anhängers überzeugen möchte, muss nicht gleich einen kaufen. Anbieter wie beispielsweise das Anhängerparadies Elsdorf bieten die Möglichkeit an, ein entsprechendes Modell auszuleihen. Das bietet sich auch dann an, wenn der Anhänger nur sehr selten benötigt wird.

Um Anfängern Sicherheit bei der Verladung zu geben, wird dort auch ein entsprechender einstündiger Anfängerkurs angeboten, bei dem genau erklärt wird, wie ein Motorrad sicher auf einem Anhänger verladen werden kann.

Grundsätzlich ist dafür jedoch kein eigener Kurs erforderlich. Ein durchgehender Auffahrkeil ermöglicht bei den meisten Konstruktionen das Auffahren über die ganze Breite der Laderampe. Die Ladefläche besteht aus einem rutschhemmenden und wasserfesten Untergrund. Das Motorrad kann so einfach und schnell am Außenrand verzurrt werden.

Die Leichtgewichte lassen sich sehr einfach per Muskelkraft auf den Anhänger rollen. Schwerere Geräte haben aber oftmals ein Gewicht von bis zu einer halben Tonne. Geübte Biker schaffen es zwar, ihr Bike über die Rampe auf den Anhänger zu steuern, besonders sicher ist das allerdings nicht. In diesen Fällen kann eine Seilwinde oder ein Kettenzug eine große Hilfe darstellen.

Wo gibt es einen Kettenzug beziehungsweise eine Seilwinde zu kaufen?

Einige Anhänger sind bereits mit einer Seilwinde ausgestattet oder es gibt diese als Zubehör zum Anhänger beim Hersteller zu kaufen. Ist das nicht der Fall, gibt es eine entsprechende Auswahl an Seilwinden und Kettenzügen bei Spezialhändlern wie beispielsweise Transpotec zu kaufen.

Die Preise sind in erster Linie von der Tragkraft und der zugrundeliegenden Technik abhängig. Die Seilwinden können entweder elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden. Bei Kettenzügen gibt es zusätzlich auch noch sogenannte Handhebezüge, die manuell in Bewegung gesetzt werden können. Das erfordert zwar etwas mehr Aufwand, dafür ist auch keine zusätzliche Energiequelle außer er eigenen Muskelkraft für den Einsatz erforderlich.

Verladung im Transporter oder auf dem Pick-Up

Auf dem Anhänger lässt sich ein Motorrad also recht einfach verladen, weil die entsprechenden Vorrichtungen dafür bereits vorhanden sind. Etwas aufwendiger gestaltet sich der Verladevorgang jedoch bei einem Transporter oder der Ladefläche eines Pick-Ups.

Zu Beginn der Verladung geht es darum, das Motorrad auf die gewünschte Fläche zu befördern. Im einfachsten Fall genügt dafür ein stabiles Brett. Dabei sollte es sich allerdings um kein morsches Stück Holz handeln, das eventuell unter der Traglast zusammenbrechen könnte. Im Idealfall wird dafür eine geriffelte Schiene mit Seitenwänden verwendet, die hohe Stabilität bietet und die Gefahr des Abrutschens vermindert.

Das Bike kann entweder händisch oder unter Zuhilfenahme einer Seilwinde verladen werden. Steht keine Auffahrrampe zur Verfügung, kann das Motorrad auch mit einem Kettenzug auf die Ladefläche oder in den Transporter gehievt werden.

Die richtige Sicherung des Motorrads

Nachdem das Bike am gewünschten Ort verladen ist, geht es darum, es für die Fahrt entsprechend zu sichern. Die Fliehkräfte, die während der Fahrt auf das Motorrad einwirken, sollten dabei keinesfalls unterschätzt werden.

Am einfachsten lässt sich die Sicherung mit Spanngurten erreichen. Auch hier sollte beim Kauf auf die Qualität geachtet werden. Es lohnt sich, hier lieber ein paar Euros mehr in Spanngurte mit entsprechender Reißkraft zu investieren. Bei Motorrädern ohne Verkleidung lassen sich die Gurte am besten auf der unteren Gabelbrücke anbringen.

Das Bike sollte zur Verzurrung entweder auf dem Seitenständer stehen oder von einem Helfer möglichst gerade gehalten werden. Im ersten Schritt sollte der Gurt auf einer Seite so weit gespannt werden, bis er nicht mehr durchhängt. Im Anschluss daran wird er auf der gegenüberliegenden Seite so angezogen, dass sich das Motorrad dabei aufrichtet.

Nun sollte das Bike ohne Seitenständer oder fremde Hilfe stehen. Die Gurte werden nun abwechselnd auf beiden Seiten so weit angezogen, bis das Motorrad einen möglichst geraden und stabilen Stand hat.

Schließlich wird auch noch das Heck des Motorrades entsprechend abgesichert. Es empfiehlt sich, die Karosserieteile vorher abzudecken, damit der Lack während des Transports nicht zerkratzt wird.

Im letzten Arbeitsschritt werden die Gurte so verspannt, dass sie sich während der Fahrt nicht lösen können. Hierfür lohnt es sich, den einen oder anderen Seemannsknoten zu lernen. Denn diese sorgen für einen sicheren Halt, können jedoch auch einfach wieder gelöst werden.

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Mit Spanngurten lässt sich das Motorrad am einfachsten für die sichere Fahrt in einem Transporter oder auf der Ladefläche eines Pick-Ups befestigen. Die Fliehkräfte sollten dabei allerdings nicht unterschätzt werden.