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Internet of Things auf dem Motorrad

Das Internet der Dinge - 5G Ausbau
Als die Japaner in den Motorradmarkt eintraten, taten sie dies mit Stil und Flair, was in dem Bau der Honda CB-750 Grand Touring Maschine gipfelte, die nicht nur neu definierte, was ein Motorrad sein sollte, sondern auch, wie es verkauft werden würde. Im Grunde genommen wurden Motorräder vom Transportmittel zum Lifestyle-Produkt.

Die 70er Jahre sahen eine rasante Verbreitung neuer Marken. Europäische Hersteller, die seit Jahrzehnten Motorräder gebaut hatten, sahen sich plötzlich im Wettbewerb mit den Japanern, nicht nur um Marktanteile, sondern auch um das Überleben. In gewisser Weise war dies ein goldenes Zeitalter für Motorräder – es wurde mehr Geld und Mühe darauf verwendet, sicherzustellen, dass ihre Motorräder leistungsfähig und komfortabel waren als je zuvor. Marken, die heute legendär sind, haben in dieser Zeit ihren Anfang genommen, darunter die „RnineT“ von BMW und die „Scrambler“ von Ducati.

Das IoT revolutioniert die Art und Weise, wie Motorräder gefahren werden – von der schlüssellosen Zündung bis hin zur Bike-to-Bike-Konnektivität, eine neue Generation von vernetzten Motorrädern, schafft das IoT den Spagat zwischen Komfort und Sicherheit.

Nehmen wir zum Beispiel die „Connected Ride Technologie“ von BMW Motorrad. Sie ermöglicht es dem Fahrer, sein Motorrad über eine App auf seinem Smartphone zu entriegeln. Die einzige Einschränkung ist, dass Sie sich in der Bluetooth-Reichweite Ihres Motorrads befinden müssen, damit das System funktioniert.

Das BMW-Motorrad Connected Ride System ist nur ein Beispiel dafür, wie sich die Welt des Motorradfahrens verändert – etwas, das mit der Verbreitung von IoT-Komponenten in unserem täglichen Leben nur noch ausgeprägter werden wird. Im Jahr 2020 waren mehr als 17 Millionen verkaufte Neuwagen in den USA mit teil- oder vollautomatisierten Fahrsystemen ausgestattet. Dazu gehören Funktionen wie automatisches Bremsen, adaptiver Tempomat und Kollisionswarnsysteme.

Aber es geht nicht nur um Autohersteller. Auch Motorradhersteller sehen das Potenzial einer vernetzten Gesellschaft. Harley-Davidson beispielsweise testet bereits sein neues On-Command-Cruise-Control-System, das es Fahrern ermöglicht, bei Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h mit ihrem Handy zu navigieren.

Es geht aber nicht nur um die Fahrer. Die Motorradindustrie sieht eine Explosion von vernetzter Technologie, die die Sicherheit für die Fahrer erhöhen soll. Eines der führenden Beispiele in diesem Bereich kommt von Pieps, das eine Reihe von vernetzten LVS-Geräten herausgebracht hat, mit denen sich mehrere Fahrer in Echtzeit verfolgen lassen. Diese LVS-Geräte sind über die gesamte Wintersaison verteilt, was wiederum den Rettungsdiensten ermöglicht, die Bewegungen einer ganzen Gruppe von Fahrern über ein einziges Gerät zu verfolgen.

Das österreichische Start-up-Unternehmen Arx Pax entwickelt derzeit ein autonomes Motorrad, das vom Fahrer bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h ferngesteuert werden kann, und dringt damit weiter in diesen Bereich vor.

Die zunehmende Verbreitung der vernetzten Motorradtechnologie ist nicht nur auf Fahrzeughersteller beschränkt. Die O2-Plattform VeeR Inc. hat ihren Online-Marktplatz um die Kategorie „Motorrad“ erweitert, in der Nutzer neue und gebrauchte Motorräder kaufen oder verkaufen können. Der VeeR-Marktplatz ist in über 70 Ländern verfügbar, wobei die meisten Produktangebote auf Englisch sind. Zusätzlich zu seiner Online-Präsenz hat die Plattform Nutzer in über 100 Ländern.

Die Seite ist eine Drehscheibe für Motorradliebhaber und -enthusiasten wie keine andere und bietet eine Reihe von Services, darunter digitale Magazine, Portale für Motorradclubs und -händler sowie eine Anbindung an verschiedene soziale Netzwerke.

Die Verschmelzung von Technologie und Leidenschaft – das ist es, was die Welt des Motorradfahrens werden wird.

Das Internet verbindet auch Motorradfahrer
Das Internet verbindet auch Motorräder und Motorradfahrende

Warum ein besserer Ausbau der 5G-Netze notwendig ist

Lange Zeit war die protektionistische Haltung der Behörden in verschiedenen Ländern eines der Haupthindernisse für die Entwicklung der mobilen Kommunikation. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieser Ansatz schädlich für die Verbraucher und nachteilig für die Entwicklung neuer Technologien ist. Die Behörden versuchen, Probleme zu lösen, die andere Länder längst gelöst haben. Außerdem verwenden sie veraltete oder sogar völlig ungeeignete Methoden. Jüngste Berichte deuten beispielsweise darauf hin, dass sie in Russland eine groß angelegte Testabdeckung von 4G- und 5G-Netzen unter Verwendung von S-Band-Frequenzen (2-4 GHz) durchführen wollen, die weltweit für Satellitentelekommunikation und TV-Übertragungen verwendet werden. Das bedeutet, dass die Umsetzung dieses Projekts dazu führen wird, dass aufgrund des Einbruchs der Nachfrage nach Satellitendiensten ein Verlust von etwa 300 Millionen US-Dollar pro Jahr entsteht.

Es ist möglich, ein experimentelles 5G-Netzwerk zum Testen unter Laborbedingungen einzuführen. Allerdings eignet sich eine solche Einrichtung für die Durchführung von Tests und nicht für eine echte kommerzielle Nutzung. Außerdem können bereits die heutigen LTE-Advanced-Netze hohe Geschwindigkeiten zu geringen Kosten bereitstellen. Das bedeutet, dass wir für den Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen unter Verwendung von S-Band-Frequenzen, die bereits für andere Zwecke vergeben wurden, hohe Entschädigungszahlungen leisten müssen, und das wird Milliarden von Euro erfordern.

Daher ist es wichtig, ein echtes 5G-Netz einzuführen, das auf der Entwicklung neuer Technologien basiert. Das Wichtigste ist, dass dieses 5G-Netz jetzt flächendeckend eingeführt werden sollte.


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Bild: „network“ Quelle: pixabay.com / © Gerd Altmann


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