Montage Lenkerbock

Handy-Halterung von SW-Motech

aus Kradblatt 5/15
von Marcus Lacroix

Handy-Halterung von SW-Motech mit Biologic-Case für iPhone 

Universalanbaukit und Biologic CaseEs gibt sie immer noch, die Motorradfahrer die kein Navigationssystem besitzen (wollen). Manch einer ist weiterhin mit einer Landkarte glücklich, andere nutzen ihr Smartphone als all-inclusive Lösung (Navi, Musik, Telefon).

Mitunter langt es, das Handy einfach in die Jackentasche zu stecken und sich über Bluetooth was erzählen zu lassen. Auf längeren Strecken braucht man aber nicht nur Strom, sondern möchte evtl. auch etwas einstellen, suchen, gucken usw. ohne in den Taschen rumzufrickeln. Da ist eine griffbereite Smartphone-Halterung am Bike ideal. Von uns schon mehrfach empfohlen wurde die Universalhalterung von SW-Motech, die sich nicht nur zur Befestigung von Navis, Kameras oder anderem Zubehör eignet.

Beginnen wir also mit dem „Universal GPS Halter-Kit RAM” – 49,95 Euro sind fällig. Die Kugel, die das zu befestigende System aufnimmt, kann per Klemmschelle am Lenker, per Schraube am Lenkerbock oder per Halteblech am Spiegel montiert werden. Wer nur die Lenkerklemmung oder Lenkrohrhalterung braucht, zahlt 29,95 Euro und Kugeln für andere Montagen gibt’s ab 19,95 Euro. Nicht ganz billig, aber selberschnitzen geht ja schlecht und das Teil ist immerhin ordentlich und solide gefertigt und schnell montiert. Klasse auch, wenn man mehrere Motorräder hat und auch am Fahrrad ist die Halterung nutzbar. Halteplatten, Verlängerungen u. ä. sind ebenfalls lieferbar.

iPhone Biologic Case RückseiteFür weitere 49,95 Euro gibt es bei SW-Motech das Hardcase der Firma Biologic, genau passend für Smartphones von Apple und Samsung. Ab 9,95 Euro sind zum Halter passende Universalhüllen lieferbar. Bei unserem Test kommt ein Apple iPhone 5S zum Einsatz.

Das Case (neudeutsch für die Hülle) wird über eine geklipste Halterung, die zusätzlich über eine per Rändelschraube zu bedienende Sicherung verfügt, mit dem Universalhalter verbunden. Der Kunststoff wirkt robust, das Smartphone ist über ein Gummi-Inlet gut geschützt, die Kabelzuführungen sind, wie auch das Case, spritzwasserdicht, Hometaste und Einschaltknopf sind gut bedienbar, beide Kameras nutzbar. Die Touch-ID funktioniert allerdings nicht, da die Knöpfe nicht im direkten Kontakt bedient werden. Über Schnappverschlüsse wir die Hülle fest geschlossen. Die Bedienung durch die matt-transparente Scheibe klappt gut, nur mit touch-tauglichen Handschuhen ist es etwas filigran. Während der Fahrt darf man aber ja eh nicht am Handy rumspielen. Bei modernen Smartphones ist die Sprachsteuerung eine Hilfe. Da sich das Case schnell abnehmen lässt, kann man die Hülle auch für andere Outdoor-Aktivitäten nutzen. Der ausklappbare Aufsteller auf der Rückseite (wie bei einem Bilderrahmen) ist ein nettes Gimmick.

Montage am RückspiegelIn der Praxis funktioniert die Hülle richtig gut. Zwar lässt sich das Display aufgrund von Reflexionen nicht in allen Situationen einwandfrei ablesen, durch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten, findet man aber leicht eine passende Position. Das Reflex-Problem kennt man ja auch bei anderen Scheiben im Cockpit oder beim Navi. Am Spiegel montiert, gerät das Konstrukt schneller in Schwingung. Das beeinträchtigt die Ablesbarkeit. Der kürzere Montage-Arm könnte da evtl. helfen. Für Videoaufnahmen halte ich ein Smartphone aber eh nur für bedingt geeignet.

SW-Motech Produkte sind bei vielen Motorrad- und Zubehörhändlern zu finden. Am besten schaut man sich die Lösung und die Montage-Alternativen live an, da Zweiräder sehr unterschiedlich sind. Die Lenkkopf-Kugel funktioniert bei Jogis Honda CBR z. B. super (siehe Seite 34), bei meiner Husqvarna Nuda und erst recht beim Honda Integra ist diese mittige Lösung hingegen nicht nutzbar. Mehr Infos und einen Online-Shop gibt es auch unter www.sw-motech.de.

Montage an Klemmschelle

Montage an LenkerbockMontage Lenkrohr


Kommentare

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8 Kommentare zu :
“Handy-Halterung von SW-Motech”


  • udo pohlmeier sagt:

    auf langen Strecken habe ich einen Tankrucksack mit Karten und Navi. Natürlich mit Knopf im Ohr damit ich nicht auf das Navi sehen muss und keinen Unfall riskiere.

  • Kradblatt-Redaktion sagt:

    Sorry Thomas, das System ersetzt das C O M (zusammengeschrieben) durch SPAM weil fast täglich Spammer die Kommentarfunktion missbrauchen um Links zu platzieren. Die Zerhacken wir automatisch und löschen sie dann von Hand 😉

    Das Nolan N-c.o.m. nutze ich neben dem Cardo QZ auch 🙂

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    Die Website korrigiert selbstständig 🙁

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    N Com

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    Ich gebs auf, das System von Nolan war gemeint.

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    Verflixt: N-COM 😳

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    Scheiss automatische Rechtschreibkorrektur.
    Es sollte N-Com System und Guides heißen.

  • Thomas Mönnich-Decha sagt:

    Ich nutze da ich auch als Tourguide bei JBM Motorradreisen unterwegs bin ein Garmin Zumo
    590 in Verbindung mit einem N-Com System in meinem Helm.
    Da die Gudes alle mit einem Zumo ausgestattet sind ist das Verwalten und Planen der Touren überhaupt kein Problem. Auch sind die heute aktuellen Garmin oder TOMTOM Navi auf das Motorradfahren abgestimmt und bieten ungeahnte Möglichkeiten, im Gegensatz zum Handy.
    An die Technikverteufeler, ich bin früher auch ohne Navi zurechtgekommen, seit dem ich jedoch mit Navi unterwegs bin, habe ich Strecken kennengelernt die ich ausgerüstet nur mit einer Karte niemals gefunden hätte.