Griplock 1

Grip-Lock gegen Langfinger

aus Kradblatt 8/15
von Marcus Lacroix

Grip-Lock gegen Langfinger

Griplock 1Um eine Sache mal gleich vorweg zu nehmen: Nein, gegen professionellen Motorraddiebstahl schützten Schlösser nicht. Die Diebe kommen heutzutage mit einem Transporter und heben die gesicherte Maschine mit ein paar Mann in wenigen Sekunden rein und sind weg. Da hilft keine Alarmanlage, GPS-Sender werden gestört und elektronische Wegfahrsperren umprogrammiert.

Vor Gelegenheitsdieben soll das Lenkradschloss schützen, das ggf. aber mit einem Tritt gegen den Lenker geknackt wird. Zum Schutz vorm Wegfahren oder -schieben haben sich deshalb Bremsscheibenschlösser etabliert. Eigentlich eine ganz praktische Sache, solange man nicht vergisst sie vor dem Start abzunehmen, denn dann wird’s teuer. Bunte Bändchen oder Stecker am Lenker sollen einen daran erinnern – wenn man sie wie vorgesehen auch verwendet. Außerdem gibt’s bei Bremsscheibenschlössern durch den hartnäckigen Bremsstaub gerne mal dreckige Finger. Eine weitere Möglichkeit, die Maschine vor dem Wegschieben zu sichern, bietet nun das Grip-Lock aus Neuseeland.

Griplock 2Grip-Lock ist ein klappbares, glasfaserverstärktes Nylongehäuse mit vier rostfreien, eingegossenen Stahleinlagen, das den Bremshebel in gezogener Position fixiert. Die Handhabung ist sehr einfach, komfortabel und sauber. Die Sicherung des Bikes dauert nur ein paar Sekunden. Bei Enduros mit Handprotektoren sollte man das Grip-Lock besser vor dem Kauf ausprobieren, denn bei z.B. starren, eng anliegenden Protektoren kommt man evtl. nicht vernünftig an den Schießzylinder.

Durch austauschbare Distanzstücke eignet sich das Grip-Lock für Lenker von 27 bis 38 Millimeter Durchmesser. Die Position des Bremshebels wird über einen verstellbaren Einsatz vorher einmalig justiert. Der Schlüssel hat an beiden Seiten einen Bart, um den Einsatz von Dietrichen zu erschweren. Grip-Lock passt dank geringer Größe von 15 x 4,5 x 5 cm in viele Staufächer bzw. unter die Sitzbank. Wünschenswert wäre optional evtl. eine passgenaue Nylontasche, die man am Bike befestigen könnte. Bei manchen Maschinen lässt sich das Schloss zum Transport auch an Rahmenteilen mit ähnlichem Durchmesser fixieren.

Auf dem YouTube-Kanal „ImGripLockedLocked“ sieht man ein paar Knackversuche mit Schraubendreher und Säge, aber erst der Flex beugt sich das Grip-Lock. Natürlich könnten Diebe auch einfach die Bremsleitung öffnen bzw. durchschneiden oder den Bremshebelbolzen austreiben, aber dass es immer einen Weg gibt ist klar – Bikes werden ja sogar aus abgeschlossenen Garagen geklaut …

Fazit: Um Gelegenheitsdiebe und Motorrad- bzw. Roller- und Quadschieber abzuschrecken ist das Grip-Lock eine klasse Sache. Der Preis von UVP 69,- Euro geht inkl. der drei Jahre Garantie in Ordnung. Das Schloss ist in neun Farben lieferbar, wobei neongelb nach meiner Ansicht am besten schockt. Mehr Infos gibt es online unter www.grip-lock.com, bei Facebook und im Fachhandel. Ein Händlerverzeichnis findet man ebenfalls auf der Website. Händleranfragen unter germany@grip-lock.com sind willkommen.


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