Vorwort der Kradblatt-Ausgabe 1/26 von Marcus Lacroix
Von Motorradfahrenden für Motorradfahrende

Wie jetzt?! Was braucht das KRADblatt? Es ist doch seit 1987 immer da, jeden Monat liegt es bei den Händlern und die App schickt auch zuverlässig jeden Monat eine Push-Nachricht, wenn die neue Online-Ausgabe verfügbar ist.
Ahh, schon klar, werdet ihr euch denken, das KRADblatt braucht mal wieder Kohle. Ja, das natürlich auch. Wir finanzieren uns bekanntlich ausschließlich durch gewerbliche Anzeigen und das ist ein schwieriges Geschäft geworden. Aus einem immer kleiner werdenden Kuchen – sprich immer weniger Motorradhändlern – sollen immer mehr Kuchenstücke geschnitten werden. Bekommen alle dann nur noch Krümel, reicht es für die Kleinen nicht mehr zum Überleben. Aber ok, Darwin hält auf Dauer keiner auf und darum geht es aber auch nicht. Was uns fehlt, sind eure Geschichten!
Von Motorradfahrern für Motorradfahrer, das war (und ist) unser Motto. Angesichts der stark gestiegenen Frauenquote in der Szene würde man es heutzutage wohl gendern – also von Motorradfahrenden für Motorradfahrende. Klingt auch nicht schlecht, ihr wisst aber ja auch so, worauf
ich hinaus will.
An Reiseberichten kommt zwar immer mal was rein, es fehlen aber Erfahrungsberichte mit euren Motorrädern. Das müssen keine 100.000 km-Storys sein, auch wenn die das Salz in der Suppe sind. Schreibt uns doch mal, warum ihr euch ein bestimmtes Motorrad gekauft habt, was euch daran gefällt und was nicht, was ihr an Tipps geben könnt usw. Oder erzählt Anekdoten aus eurem Bikerleben, die auch anderen Freude bereiten. Oder Garagen-Storys über Umbauten inkl. Rückschlägen und Erfolgen. Es gibt so viel zu erzählen …
Was es leider nicht gibt, ist ein fettes Honorar. Die Brötchen die wir backen, sind doch um einiges kleiner als die Brote manch anderer Verlage. Es geht bei uns vornehmlich um den Spaß am Mitmachen, ein KRADblatt-Abo o.ä. ist auch mal drin und Blogger/Vlogger/Influencer kriegen natürlich Backlinks für SEO.
Wenn ihr euch angesprochen fühlt aber unsicher seid, ob eure Geschichte ins KRADblatt passt, schreibt uns einfach eine E-Mail an info@kradblatt.de. Da gibt’s dann auch mehr Infos zum Thema.
Tja, und sonst?
Das Januar-Editorial bietet sich ja für einen Ausblick auf die neue Motorradsaison an.
Die Messe-Saison läuft bereits. Die Custombike-Show lockte über 20.000 Customfans nach Bad Salzuflen, die Kölner Intermot kam immerhin auf 80.000 Besucher. Damit ist die ehemalige deutsche Leitmesse zwar aus dem Groben noch nicht raus, 80k ist andererseits aber ja trotzdem eine ordentliche Hausnummer. Nicht zuletzt durch die weitere Öffnung Richtung digitale Medien (sprich Influencer) waren lt. Presseinfo nahezu 40 Prozent der privaten Besuchenden unter 30 Jahre alt. Das gibt Hoffnung. Brake, Bremen, Oldenburg, Hamburg, Dortmund und Wiesmoor werden uns das Warten auf wärmere Tage weiter verkürzen.
Motorradmäßig kommen einige spannende Bikes auf uns zu, gerade auch in kleineren Hubraumklassen. Die Chinesen machen weiter Druck, nur elektrisch (mein Faible) sieht es leider eher mau aus. Aber egal, ich freue mich auf die Saison 2026!
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Kommentare
Ein Kommentar zu “Editorial 1/26 – Wir brauchen Euch”
Hallo Kradblatt-Team,
gleich hole mir die Ausgabe 01/2026 von der Tanke. Ab 02/2026 bekomme ich euer Blatt als Abo- darauf freue ich mich schon.
Kommt gut in das neue Jahr! Alles Liebe und allzeit gute Fahrt!
Schöne Grüße,
Jo