Ducati Diavel

Ducati Diavel Modell 2011

aus bma 3/11 – Kurzvorstellung

von Berthold Reinken

 

Ducati DiavelNicht nur auf dem Automarkt versuchen die Hersteller in jede (vermeintliche) Lücke zu produzieren. Wie sich Van, Micro-Van, Mini-Van und Kompaktautos voneinander unterscheiden ist wohl kaum wirklich zu klären. Dieser Trend ist in den letzten Jahren auch bei den Motorradproduzenten zu erkennen. Muscle-Bike, Power-Cruiser oder Muscle-Cruiser sind auf jeden Fall Bikes, die äußerlich auf dicke Hose machen und auf jeglichen Windschutz verzichten. Schnell fahren will man damit ja auch gar nicht. Mit 150 km/h wird man schließlich kaum lange genug bewundert. Signalisieren, dass man einen Zug anhalten könnte, wenn man denn wollte, darauf kommt es an. Yamahas Vmax und die Triumph Rocket III fallen in diese Kategorie. Nun möchte sich auch Ducati ein Stück dieses Markt-Kuchens einverleiben und präsentierte auf den großen Wintermessen die Diavel.

Ducati DiavelDie 1198 ccm-Antriebseinheit der Multistrada wurde ohne große Änderungen in den Gitterrohrrahmen aus Stahl verpflanzt. Die Nennleistung des V2 wird mit 162 PS angegeben, das maximale Drehmoment von 128 Nm liegt bei 8000 U/min an. Vier desmodromisch gesteuerte Ventile pro Zylinder sowie eine Einspritzanlage sorgen für den Gasdurchsatz. Ein geregelter Katalysator beruhigt die Zukunftsängste und das Sechsganggetriebe dürfte für jeden Fahrzustand die passende Übersetzung parat haben. Drei verschiedene Fahrmodi stehen zur Verfügung. Besonders die Einstellung „Urban“ dürfte nützlich sein, wenn man mal bei regennasser Straße oder lockerem Untergrund unterwegs ist. Leistung und Schub werden deutlich abgesenkt, so dass man stressfreier in derartigen Situationen unterwegs ist.

Ducati Diavel CockpitIm Gegensatz zur Vmax und Rocket III treibt eine stinknormale Kette das Hinterrad an. Die Triumph ist aber auch fast doppelt so schwer. Auch die Yamaha bringt vollgetankt glatte 70 kg mehr auf die Waage. Da dürfte die erkannte Markt-Lücke also groß genug sein: Kraft strotzen ohne Übergewicht.

Die Upsidedown-Gabel mit 50 mm Durchmesser führt ein 17-Zoll-Rad mit einem 120er Reifen und trägt eine 320 mm Doppelscheibenbremse. Die hintere Scheibe hat einen Durchmesser von 265 mm. Das Alu-Hinterrad mit einem Reifen der Dimension 245/45 wird von einer Aluminium-Einarmschwinge in der Spur gehalten.

Ducati Diavel SoziusgriffEin zentrales Federbein mit Hebelsystem und verstellbarer Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung sorgt für den opti­malen Fahrkomfort. Auch die Gabel ist in der Basis sowie Zug- und Druckstufendämpfung anpassbar. 17 Liter Tankinhalt dürften locker ausreichen, ein paar Eisdielen in der Umgebung ohne Tankpause abzuklappern.

Die Ducati Diavel ist in folgenden Versionen erhältlich: Diavel Carbon (glänzend bzw. matt lackierte Kohle­faserteile, schwarzer Rahmen), Diavel Carbon Rot (matt lackierte Kohlefaserteile mit roten Akzenten, roter Rahmen), sowie Diavel in rot mit rotem Rahmen und Diamond Black mit schwarzem Rahmen. Die Preise beginnen bei 16690 Euro für das Kassengestell und enden bei 20190 in der Carbon-Ausführung.

Am 19. März 2011 feiern viele Ducati-Vertragshändler den Saisonstart und da kann man sich die Diavel live ansehen.

 

 


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