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Drehstabfederung für Hinterradschwingen

aus Kradblatt 4/21 von Mathias Thomaschek, www.zweirad.de

Federung neu gedacht …

Drehstabfederung von Leonard Beck
Drehstabfederung von Leonard Beck

Leonhard Beck ist langjähriger Aikido-Trainer und bietet in seinem Budo & Sporthaus in Buchschwabach bei Nürnberg Fallschulübungen für Motorradfahrer an, um so den eigenen Körper im Falle des Sturzes bestmöglich zu schützen.

Doch der passionierte Motorradfahrer ist noch auf andere Weise mit dem Thema Motorrad verbunden: Bereits vor einigen Jahren hat der leidenschaftliche Tüftler und Erfinder seine Drehstabfederung für die Hinterradachse von Zweirädern zum Patent angemeldet, das ihm 2019 auch zugeteilt wurde. 

Bei der Drehstabfederung baut sich durch das Verdrehen eines Stabes um seine Längsachse in dessen Querschnitt eine Torsionsspannung auf, die in diesem Fall zur Federung des Hinterrads genutzt werden kann.Zwar ist die Drehstabfederung prinzipiell ein alter Hut (bekannt z.B. aus dem VW Käfer oder als Federung in Motorrad-Seitenwagen), im Zweirad wurde in dieser Richtung jedoch noch nichts entworfen oder patentiert, das den Weg in eine Großserienherstellung gefunden hätte. 

Erfinder Leonard Beck
Erfinder Leonard Beck

Dabei bringt die Drehstabfederung durchaus Vorteile. Die kompakte Bauweise schafft Raum für andere Komponenten wie z.B. das Auspuffsystem, oder für ganz neue Designmöglichkeiten im Heckbereich. Zur schnellen Nach- oder Umrüstung bestehender Motorradmodelle ist die Drehstabfederung allerdings nicht geeignet. Weil Schwinge und Heckbereich neue Anlenkpunkte voraussetzen, wäre ein Motorrad mit dieser Technik schon fast eine Neukonstruktion.

Vorstellbar ist jedoch der Einsatz beim Customizing, da diese Fahrzeuge sowieso einzeln abgenommen werden müssen und außerdem großer Wert auf ein cleanes Design, also möglichst wenig sichtbare Teile gelegt wird.

Zwar hat Leonhard Beck das Patent in der Tasche, aber ein Modell oder ein funktionsfähiges Prototypenmotorrad gibt es noch nicht. Zu zeit- und arbeitsaufwändig ist deren Aufbau in seiner Hobbywerkstatt; dazu fehlt es an geeigneten Maschinen und Material.

Jetzt ist der Tüftler aus Buchschwabach auf der Suche nach einem Partner, mit dem er zusammen einen Motorrad-Prototypen aufbaut, um die Umsetzbarkeit seiner Idee in der Praxis zu demonstrieren. Einem Gespräch mit Vertretern aus der Motorradindustrie wäre Leonhard Beck natürlich auch nicht abgeneigt. Und wer weiß, ob nicht eines Tages KTM, Aprilia oder Ducati mit einer innovativen Federung aus Franken Schlagzeilen macht – schön wäre es.

Leonhard Beck ist unter der Telefonnummer 0179-5122254 oder per E-Mail unter mail@aikido-beck.de zu erreichen.


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