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British Columbia – Im wilden Westen Kanadas

aus Kradblatt 7/17
von Erik Peters

Schneebedeckte Gebirgslandschaften, fjordreiche Küsten und unberührte Regenwälder – British Columbia bietet eine Vielzahl von Landschaften, in denen die Wildnis gleich neben der Straße beginnt. All die romantischen Bilder, die man vom „Abenteuer des Nordens“ im Kopf hat – im Land des roten Ahornblattes werden sie Wirklichkeit.

Glasklare Luft und dieser unverwechselbar holzige Duft Kanadas schlägt mir ins Gesicht, als ich aus dem Flughafengebäude hinaus ins Freie trete. „Welcome to Vancouver“, mit diesen Worten heißt mich ein Schild in der meiner Meinung nach schönsten Stadt der Welt willkommen. Ich bin zurück in der kanadischen Westküstenmetropole, wo ich meine Reise durch Nordamerika im letzten Jahr unterbrochen habe, um sie nun, nach einem langen Winter, weiter fortzusetzen. Mein Motorrad steht seitdem bei einem Yamaha-Händler im sogenannten „Winter Storage“ und wartet auf einen weiteren großen Einsatz. Mit kindlicher Freude fiebere ich nun dem Moment entgegen, mich wieder auf meine Ténéré zu schwingen um neue Abenteuer zu erleben.

Mit dem „Loser-Cruiser“, wie die Kanadier spöttisch den Bus nennen, mache ich mich nach ein paar Tagen des Eingewöhnens auf den Weg zur Werkstatt im nahegelegenen Port Moody um mein Motorrad startklar zu machen. Seit meiner Ankunft fühle ich mich pudelwohl in diesem wundervollen Land und es kommt mir nach kürzester Zeit so vor, als habe ich die Reise gar nicht unterbrochen. Das positive Gefühl mag vielleicht an der entspannten und natürlichen Freundlichkeit liegen, mit der sich die Kanadier im Alltag begegnen. Es sind die vielen kleinen Unterschiede, die das Leben hier so lebenswert machen und die der Grund dafür sind, dass Vancouver im Ranking der Städte mit der höchsten Lebensqualität seit Jahren einen Spitzenplatz einnimmt. Die Menschen gehen einfach freundlicher und rücksichtsvoller miteinander um!Wo sonst bedanken sich noch die Fahrgäste eines Busses beim Fahrer und sagen ihm beim Aussteigen, dass er eine gute Arbeit macht?

Anders als im letzten Jahr werde ich dieses Mal nicht alleine reisen. In zwei Tagen wird mein langjähriger Freund Alain von seiner neuen Heimat Buenos Aires nach Vancouver fliegen, sich ein Motorrad kaufen, um mich dann zu begleiten. So zumindest der Plan. Als ich am Abend zurück in mein Hotel auf der Robson Street komme, habe ich eine Nachricht von ihm auf der Mailbox, die mich fassungslos macht. Darin berichtet er mir kurz angebunden von irgendwelchen Problemen mit seiner neuen Wohnung und sagt fast beiläufig, dass er den Flug kurzfristig umbuchen musste. Sage und schreibe 17 Tage später als ursprünglich geplant, würde unsere gemeinsame Reise nun beginnen. Ich muss mir die Nachricht mehrmals anhören um sie zu verdauen. Da ich nun knapp zwei Wochen auf meinen Freund warten muss, entscheide ich mich dafür, noch einen Teil British Columbias zu erkunden, der eigentlich gar nicht auf meiner Liste stand …

Über den Trans Canada Highway, die längste nationale Straßenverbindung der Welt, die den Pazifik auf insgesamt 8030 Kilometern Länge mit der Atlantikküste verbindet, lasse ich Vancouver hinter mir. Nach etwa 150 Kilometern erreiche ich Hope, das Eingangstor zum Fraser-Canyon. Zu einer gewissen Berühmtheit gelangte der kleine Ort, als hier vor genau 30 Jahren der berühmte Hollywood Blockbuster „Rambo – First Blood“ gedreht wurde. Damals kam der Kriegsveteran John J. Rambo (gespielt von Sylvester Stallone) in die Stadt, um sie, nachdem er sich vom Sheriff schlecht behandelt fühlte, in Schutt und Asche zu legen. Heute lassen sich die Touristen vor dem Visitorcenter mit Stirnband und Maschinengewehr als Filmheld fotografieren und spezielle Stadtpläne führen einen an die wichtigsten Drehorte. Sogar die Fluchtstrecke, auf der Rambo mit seiner Yamaha XT250 dem Arm des Gesetzes entwischte, kann man mit dem eigenen Motorrad nachfahren.

Unweit der Stelle, wo einst im Showdown des Films eine Tankstelle in die Luft flog, schlage ich am Abend mein Zelt direkt am Ufer des mächtigen Fraser River auf. Glücklich und zufrieden beende ich den ersten richtigen Reisetag standesgemäß am Lagerfeuer.

Über Liloeet und Pemberton erreiche ich am nächsten Tag Whistler, Kanadas Wintersport­ort Nummer eins. Da viele Skipisten in dem ehemaligen Austragungsort der Olympischen Winterspiele bis weit in den Frühling hinein geöffnet sind, herrscht in dem alpenländischen Retortenort eine ausgelassene Stimmung. Unmengen junger Snowboardfahrer machen die Bars und Restaurants unsicher. Einige fahren nach dem Skifahren auch zurück in die nahegelegene Stadt Vancouver. Wo sonst kann man an einem Tag Skifahren, nachmittags am Strand liegen und abends in einer der zahlreichen Bars einer Weltstadt feiern gehen.

Eine weitere Fähre bringt mich anderntags in knapp zwei Stunden nach Vancouver Island. Die Insel, mit einer Fläche, so groß wie Belgien ist von zerklüfteten Bergen, traumhaften Stränden und dichten Regenwäldern geprägt. Die biologische Produktivität dieses Ökosystems ist unübertroffen. Mit einer Biomasse von 1200 Tonnen pro Hektar liegt sie fast 50 % höher als die des tropischen Regenwaldes im Amazonasbecken. Überall entsteht Leben. Auch auf den vor langer Zeit umgestürzten Bäumen, die in dieser undurchdringlichen Wildnis wie Mikado Stäbe übereinander liegen, wuchern Riesenfarne, Moose und neue junge Bäume. Tritt man aus dem Wald heraus, so steht man plötzlich auf einem endlos erscheinenden Sandstrand der Kategorie „absolut sehenswert“.

Durch den Park verläuft auch der 75 Kilometer lange „West Coast Trail“, einer der bekanntesten Wanderwege der Welt. Auf einem sogenannten „Walk in Campground“, einem Paradies für Outdoorliebhaber, schlage ich mein Zelt unter dem Dach der Urwaldriesen auf.

Doch wo Regenwald wächst, der Name sagt es ja schon, kann es nicht besonders trocken sein. Nach knapp drei Wochen ohne Niederschläge, hat mich das berüchtigte Wetter der Westküste eingeholt. Vancouver Island wird seinem Ruf als niederschlagsreichster Ort Kanadas gerecht. Den Rest der Woche regnet es ohne Unterlass. Auch als ich ein paar Tage später wieder mein durchnässtes Zelt auf einem Campingplatz in Tofino aufbaue gönnt mir Petrus keine Pause. Doch auch wenn die äußeren Bedingungen alles andere als erfreulich sind, gibt es an diesem Tag noch etwas zu feiern. Mein Freund Alain trifft endlich ein. Als er plötzlich vor mir steht und ich sein Zahnpastalächeln sehe, ist all mein Groll verflogen. Ich bin einfach nur froh, dass wir ab jetzt zu zweit reisen und alle Erlebnisse teilen können. Bis spät in die Nacht stehen wir mit einem Bier in der Hand um ein riesiges Lagerfeuer und tauschen Anekdoten aus.

Nach drei nassen Tagen in Tofino und dem nahegelegenen Ucluelet, brechen wir gemeinsam in den Norden der Insel auf. In Port Hardy beginnt für uns der nicht ganz billige Höhepunkt so manch einer Reise durch Kanadas Westen. Mit dem Fährschiff geht es nun weiter durch die Fjorde der sogenannten Inside Passage, eine der beliebtesten Kreuzfahrt­routen der Welt. Umgerechnet etwa 300 Euro kostet die Überfahrt inklusive Motorrad, die in 15 Stunden durch die unberührte Wildnis der kanadischen Pazifikküste führt.

Im Gegensatz zu Port Hardy ist das Hafenstädtchen Prince Rupert, in dem wir am späten Abend anlegen, wirklich sehenswert. Wir bleiben zunächst zwei Tage, ehe uns unsere letzte Fährpassage 200 Kilometer hinaus auf den Pazifik führt. Die Überfahrt auf die geheimnisvolle Inselgruppe „Haida Gwaii“ hat es wirklich in sich. Starke unterschiedliche Wind- und Wasserströmungen, die auf der sogenannten „Hecate Straße“ aufeinandertreffen, machen sie zu einem der gefährlichsten Gewässer Kanadas. Wir sind froh, als wir nach der fünfstündigen Überfahrt mit ordentlichem Seegang wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Auf Haida Gwaii, den ehemaligen Queen Charlotte Inseln, lebt seit über 10.000 Jahren das Volk der Haida, eines der ältesten ortsfesten Völker der Welt. Mit ihren hochseetüchtigen Kanus dominierten sie über viele Jahrhunderte die Nordamerikanische Küste. Da es auf den üppig grünen Inseln Nahrung im Überfluss gab und Sklaven einen großen Teil der Arbeit erledigten, hatten die Haida jede Menge Zeit sich der Kunst zuzuwenden. So entstanden unter anderem auch die weltbekannten Totempfähle. Die kunstvoll geschnitzten und meist grellbunt bemalten Baumstämme, dienen bis heute als Prestigesymbol und Familienwappen. Sie erzählen alle unterschiedliche Geschichten, in denen traditionelle Motive wie Wale, Bären, Adler oder Biber einer Art Verbindung mit der Geisterwelt herstellen sollen. Damit Besucher in früheren Zeiten die Geschichten gleich lesen konnten, sind die Stämme stets zum Meer hin ausgerichtet. Die reich verzierten Totempfähle sind über Kanadas Grenzen hinaus bekannt. Ein Grund dafür, dass immer mehr junge Haida den traditionellen Beruf des Totempfahl Schnitzers erlernen ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Kunstwerke mit bis zu einer halben Millionen Euro gehandelt werden.

Auf unseren Erkundungstouren über die nördliche Hauptinsel treffen wir gleich mehrere Totempfahl-Schnitzer bei der Arbeit. Einen von ihnen am Strand von Masset, wo seine nach frischem Holz duftende Werkstatt in einer traumhaft schönen Bucht gelegen ist. Er erzählt uns spannende Geschichten seiner Vorfahren und wie sich die Zeiten heute geändert haben. Nach einer Weile sagt er uns, er müsse nun raus, um sein Abendbrot zu fangen. Die Flut setze ein. Neugierig beobachten wir, wie er binnen kürzester Zeit einen großen Eimer voller Riesenkrebse fängt.

Mit dem neu erlangten Wissen sind auch wir in der Lage, unseren Speiseplan in den nächsten Tagen um eine köstliche Delikatesse zu erweitern. Immer wenn uns der Hunger packt, gehen wir an den Strand und fangen riesige Krebse, die wir direkt an Ort und Stelle auf einem Feuer aus Treibholz zubereiten.

Es ist früh am Morgen, als wir nach ein paar Tagen wieder in den stählernen Bauch der Fähre rollen. Die Berge der Insel liegen noch im Nebel verborgen, als das Schiff Fahrt aufnimmt. Wir stehen an Deck und beobachten einen Weißkopfseeadler, der in der Ferne auf dem Ast einer Tanne thront. Seine lauten Rufe, diese hohen Töne, die so charakteristisch für British Columbia sind, sind das letzte was wir von der Insel wahrnehmen.

Fünf Stunden später erreichen wir wieder den Hafen von Prince Rupert. Wir lassen die Stadt hinter uns und fahren über den Yellowhead Highway in Richtung Landesinnere. Nach all den vielen Inseln und Fährpassagen in den letzten Wochen stellt sich zum ersten Mal das Gefühl ein, voran zu kommen. Die schier unermessliche Weite, die sich nun vor uns ausbreitet hat fast schon etwas Beängstigendes und man spürt, dass die Gattung Homo Sapiens hier eigentlich nichts zu suchen hat.

„You are in bear country“, diese Worte lassen auf Hinweisschildern keinen Zweifel daran, wer hier eigentlich das Sagen hat. Die Warnungen sind eindringlich, denn nirgendwo sonst auf der Welt gibt es mehr Bären als im nördlichen British Columbia und dem angrenzenden Yukon Territory. Unser Respekt vor den Tieren ist durch so manch eine Geschichte, die uns von Einheimischen erzählt wurde, enorm gestiegen. Man berichtete uns von Autos, die von Bären wie Sardinenbüchsen aufgeschlitzt wurden und Campern, die nachts ungebetenen Besuch bekamen. Besonders letztere Vorstellung bekommt man nur schwer wieder aus dem Kopf, wenn man selbst jede Nacht im Zelt verbringt.

Nach der Reise kann ich bestätigen, dass man Geräusche wie das Knacken eines Astes in diesen Breiten viel intensiver wahrnimmt, als anderswo. Zwar treffen Mensch und Bär nur äußerst selten direkt aufeinander, doch diese Begegnungen gibt es immer wieder. Meist völlig unverhofft, was auch die größte Gefahr darstellt. Vor allem dann, wenn es sich um eine Mutter mit ihren Jungen handelt. In so einem Fall muss man die Nerven behalten und man darf sich auf keinen Fall mit hastigen Bewegungen aus dem Staub machen. Der Jagdinstinkt der Tiere, die mit 50 km/h die Geschwindigkeit eines Rennpferdes, erreichen wird dadurch geweckt und man hätte keine Chance.

Der größte Fehler ist es jedoch, Lebensmittel oder andere interessant riechende Dinge im Zelt zu lagern. Wenn wir wild campen handhaben wir es so, dass wir alles, was einen Bären anlocken könnte, in einem unserer Seitenkoffer einschließen und diesen einige Meter vom Lagerplatz entfernt im Unterholz deponieren. Einen Koffer kann man notfalls opfern. Doch wer sagt einem, welche Gerüche ein Bär überhaupt als anziehend empfindet? Selbst WD40 oder Motoröl soll einigen schon zum Verhängnis geworden sein. Und da Bären auch Aasfresser sind, sehe ich in den Socken meines Freundes ein enormes Gefahrenpotential.

Kanadische Supermärkte sind daher eine gute Adresse, um für einen entsprechenden Schutz zu sorgen. Das Angebot in der „Freizeitabteilung“ kann sich wirklich sehen lassen. Jagd- und Ballermode im Tarnmuster bestimmt das Bild und in den Regalen liegen genug großkalibrige Knarren, um eine Söldnerarmee zu bewaffnen. Doch Schusswaffen bieten einer Studie der Forst- und Fischereibehörde Alaskas zur Folge nur vergleichsweise geringen Schutz. Hinzu kommt, dass wir sie ohnehin nicht tragen dürften. Am wirkungsvollsten soll laut Forschungsergebnis das sogenannte „Bear Spray“, ein hochkonzentriertes Pfefferspray sein. Noch nie kam ein Mensch der dieses Spray bei sich trug durch eine Bären-Attacke ums Leben. Forschung hin oder her, wir kaufen uns zwar das Spray, hoffen jedoch inständig, es niemals benutzen zu müssen.

An einer Tankstelle nahe der Indianersiedlung Kitwanga beginnt der Cassiar Highway, eine der schönsten und gleichzeitig auch abgelegensten Strecken British Columbias. Nur wenige Meter hinter der Abzweigung passieren wir ein großes Schild, das eine Übernachtungsmöglichkeit in der nächsten Ortschaft ankündigt – stolze siebenhundert Kilometer sind es bis dorthin. Große Entfernungen sind hier eben relativ.

Hunderte von Kilometern durch den äußersten Norden Britisch Kolumbiens, auf denen wir nicht ein einziges Mal an einer Ampel anhalten müssen, liegen nun vor uns. Die Einsamkeit in dieser Region ist förmlich greifbar und die wenigen Tankstellen entlang der Strecke sind die einzigen Orte, an denen wir in den nächsten Tagen einen geschlossenen Raum betreten.

Der Cassiar Highway endet nur wenige Meter hinter der Grenze zum Yukon Territorium auf dem legendären Alaska Highway, der wichtigsten Straßenverbindung im hohen Norden Amerikas. Die Straße wurde während des Zweiten Weltkrieges in Rekordzeit gebaut. Die Amerikaner wurden sich damals nach dem Überfall auf Pearl Harbour gewissermaßen über Nacht ihrer ungeschützten „Achilles-Ferse“ im Nordwesten Alaskas bewusst und sie fürchteten, die Japaner könnten dort einfallen. Im Winter 1942 begannen 10.000 Pioniere der US-Armee damit, den Alaska Highway durch die Wildnis zu pflügen. In nur neun Monaten hatten sie eine Straße gebaut, die sich auf zweieinhalbtausend Kilometern Länge von Dawson Creek durch den Yukon bis nach Fairbanks in Alaska durch absolute Wildnis erstreckt.

Fast drei Monate, nachdem die Reise begann, kommen wir nach Dawson Creek. In den letzten Tagen sind wir dem Alaska Highway über große Strecken von Fairbanks in Alaska gefolgt. Als wir vor dem historischen Schild stehen, das den Startpunkt dieser Straße markiert sind wir uns einig, dass sie zu befahren ein großartiges Erlebnis ist. Überhaupt ist British Columbia neben Alaska unser Highlight in Amerikas Norden. Nur wenige Kilometer später erreichen wir die Grenze zu der Nachbarprovinz Alberta. Unser Weg führt uns nun weiter durch die großen Prärien bis an die Ostküste. Wollten wir zurück nach Vancouver, so müssten wir rechts abbiegen. Etwa 1000 Kilometer wären es zum Startpunkt dieser Reise. Für kanadische Verhältnisse ein Katzensprung.

Erik ist weltweit auf seiner Yamaha unterwegs und mit seiner Multivisionsschau zwischenzeitlich auch immer wieder mal im Kradblatt-Gebiet zu Gast. Aktuelle Termine, DVDs, Bücher und vieles mehr findet man online auf seiner Website: www.motorradreisender.de



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