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Brit Butt Rally der Iron Butt Association (IBA)

Reisebericht in Kradblatt 5/19, von Luzian Klenz, www.motorradwanderer.de

Reisespaß der anderen Art: 3000 km in 5 Tagen …

Mit der Fähre gehts zur Brit Butt Rally Die IBA ist kein Verein. Die IBA ist ein Zusammenschluss von Fahrern, die sich dem Langstrecken Motorradfahren verschrieben haben und hat weltweit ca. 50.000 Mitglieder. Das einzige, was man tun muss um Mitglied zu werden, ist innerhalb von 24 Stunden 1.600 Kilometer mit dem Motorrad zufahren. Das Motto der IBA lautet. „The world is our playground“. 

Die Brit Butt Rally: Ziel ist es, innerhalb von 36 Stunden möglichst viele Bonuspunkte zu besuchen. Jeder Fahrer erhält ein Rallye Book, das die möglichen Bonuspunkte in schriftlicher Form enthält, sowie eine gpx-Datei mit den Koordinaten der Bonuspunkte. Die Bonuspunkte haben unterschiedliche Wertigkeiten. Es stehen mehr Bonuspunkte zur Verfügung, als in der vorgegebenen Zeit angefahren werden können. Die Teilnehmer müssen daher eine eigene Route planen, auf der möglichst viele hochwertige Bonuspunkte besucht werden. Als Beweis, dass der Bonuspunkt angefahren wurde, muss vor Ort ein Foto gemacht werden, auf dem die Rallye Fahne, mit der Startnummer des Teilnehmers, deutlich zu sehen ist. 

Auf gehts: Brit Butt RallyLos geht’s: Es regnet … richtig heftiger Regen, der versucht irgendeinen Weg in meine Regenkombi zu finden. Die Uhr zeigt 22 Uhr. Mittlerweile sitze ich seit 16 Stunden im Sattel. Ich fahre Schrittgeschwindigkeit auf einer dunklen Straße mitten im Nirgendwo von Wales. Im Scheinwerferlicht kann ich freilaufende Schafe sehen, die nur da­rauf warten, knapp vor meiner Maschine die Straße zu kreuzen. Bereits das dritte Mal habe ich auf dieser schmalen Straße gewendet. Schon drei Mal bin ich durch einen Ort namens „Ystumtuen“ gefahren. Zumindest behauptet das Navi, dass ich schon drei Mal hier war. Ich suche irgendein Schild mit dem Namen des Ortes. Mir ist kalt, ich habe Hunger und ich bin müde. Und trotzdem habe ich einen riesen Spaß und möchte jetzt um keinen Preis woanders sein …

2 Tage zuvor: Langsam tauchen die Kreidefelsen von Dover auf. Die Sonne steht strahlend am Himmel und es ist so warm, dass ich die Überfahrt von Dünkirchen über den Kanal an Deck der Fähre verbringe. Ich bin auf dem Weg nach Leicester, dem Ausgangspunkt der diesjährigen Brit Butt Rally. Ich reise bereits einen Tag früher an. Ohne Zeitdruck möchte ich die fast 800 Kilometer lange Anreise hinter mich bringen. Mich vor dem Beginn der Rallye noch etwas ausruhen und Freunde aus der Langstrecken Szene treffen. 

Als ich in Dover die Rampe der Fähre herunter fahre, stelle ich zu meinem Schrecken fest, dass mein Navi nicht hochfährt. Wenn jetzt mein Navi ausfällt, wäre das der Super-Gau! Das wäre das Ende meiner Teilnahme an der Rallye bevor ich überhaupt eingecheckt habe …

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Nach einigen Kilometern, die meinen Nerven extrem schaden, finde ich eine Tankstelle, an der ich gefahrlos halten kann. Was mag mit dem Navi nicht stimmen? Auf der Anreise nach Dünkirchen hat es problemlos seinen Dienst getan. Vielleicht hilft ein Neustart? Leider bleibt auch das ohne Erfolg! Das kann doch nicht wahr sein! Aber manchmal hilft „viel“ eben doch „viel“. Nach dem fünften (!) Durchstarten meines Navis hat es sich damit abgefunden jetzt auf der linken Straßenseite arbeiten zu müssen und funktioniert, als wäre nie etwas gewesen. Jetzt erst einmal durchatmen und hoffen, dass dies nur ein einmaliger Aussetzer war.

Von Dover zum Hotel „Premier Inn Leicester Fosse Park“, dem Hauptquartier der Rallye, sind es ca. 320 Kilometer. Soll ich die Strecke wie geplant über Landstraße hinter mich bringen oder vielleicht doch besser die schnellere Variante über die Autobahn wählen? 

Die Hitze scheint über Dover zu stehen und die Aufregung mit meinem Navi hat mich ziemlich geschlaucht. Ich werde in den nächsten Tagen noch genügend auf kleinen und kleinsten Straßen unterwegs sein. Es kann nicht schaden, etwas früher im Hotel anzukommen. Also schlage ich kurzentschlossen den Weg zur Autobahn M2 ein. 

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Schon nach wenigen Kilometern kommen mir die ersten Zweifel. Der Verkehr verlangsamt sich derart, dass ich mich entschließe, die Blechlawine vor mir auf dem Standstreifen zu überholen. Das was ich gerade tue mag nicht erlaubt sein, aber im Gegensatz zu allen Blechdosenfahrern habe ich keine Klimaanlage. Im Augenblick reicht mir das als Argument für mein Handeln absolut aus. Ob die britische Polizei das auch so sieht? Ich brauche mir allerdings keine Gedanken zu machen, weiter vorn sind schon die Blinkleuchten von Polizei und Feuerwehr zu sehen sind. Die Autobahn ist nach einem Unfall voll gesperrt. Da ich bei den Rettungsarbeiten nicht zusehen möchte, reihe ich mich in einiger Entfernung zur Unfallstelle wieder in die Fahrspur ein. Um es kurz zu machen – die nächsten drei Stunden werde ich mich keinen Zentimeter von der Stelle bewegen. 

Meine letzte Wasserflasche ist schon lange geleert, als sich der Stau endlich auflöst. Es ist mittlerweile fast 20 Uhr. Da ich heute Abend nicht zwingend in Leicester ankommen muss, lasse ich von meinem Navi ein Motel in der Nähe finden. Die Aussicht auf eine Dusche und ein Bier sind einfach zu verlockend …

Nach acht Stunden Premiumschlaf und einem schnellen Frühstück an der Tankstelle, setzte ich meine Fahrt am frühen Morgen ausgeruht fort.  

Heute läuft alles einwandfrei. Das Navi arbeitet ohne Probleme und die Straßen sind leer. Ohne weitere Schwierigkeiten treffe ich gegen 11 Uhr in Leicester ein. Ein abgetrennter Bereich des Parkplatzes ist für Rallyeteilnehmer reserviert. Kaum abgestiegen treffe ich schon auf die ersten bekannten Gesichter. 

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Ab 14 Uhr beginnt das offiziellen Rallye Check-in. Als einer der ersten Fahrer stehe ich vor der Tür des als Rallye Büro angemieteten Besprechungszimmers. Im ersten Schritt wird geprüft, ob ich tatsächlich angemeldet bin. Anschließend wird mit meiner Kamera, die ich später zur Dokumentation meiner Bonuspunkte verwenden werde, eine Aufnahme von mir gemacht. Dadurch soll sichergestellt werden, dass ich bei der Auswertung tatsächlich meine eigenen Bilder vorzeige. 

Zum Abschluss wird mir noch ein Laufzettel ausgehändigt. Mit diesem Zettel muss ich mich vor dem Hotel mit meiner Kawasaki zum „Technical check“ melden. Hier erwartet mich eine Untersuchung, die ein wenig an den TÜV erinnert. Es werden Beleuchtung und Blinker kontrolliert, die Profiltiefe der Reife gemessen und mein Kilometerstand notiert. Alles kein Problem. Meine Versys hat schließlich erst 1800 Kilometer auf der Uhr. Damit halten sich Abnutzungserscheinungen noch sehr in Grenzen. Zum Schluss muss ich sogar meinen Motorradführerschein vorzeigen. 

Im Anschluss gilt es eine 35 Kilometer lange festgelegte Strecke abzufahren. Mittels dieser „Odometer-Check“ genannten Prozedur, soll die Abweichung meines Tachos zur tatsächlich gefahrenen Kilometerzahl überprüft werden. So wird sichergestellt, dass auf der Teilnahmeurkunde die tatsächlich gefahrene Distanz steht. 

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Damit ist für heute Nachmittag alles erledigt und ich gönne mir noch ein wenig Schönheitsschlaf. Schlaf werde ich in den nächsten Tagen nicht im Übermaß bekommen. 

Um 18:30 Uhr findet ein verpflichtendes Treffen für alle Erstteilnehmer statt. Die Einweisung ist schnell erledigt und in zwei Sätzen zusammengefasst: 1. „Die Rallye ist kein Straßenrennen“, 2. „Das wichtigste Ziel ist es, in einem Stück zum Rallye Hauptquartier zurückzukommen“. 

Um 19 Uhr treffen sich anschließend alle Fahrer zum Abendessen. Danach werden die „Rallye Books“ ausgegeben. Dann wird endlich klar werden, welche Aufgaben auf die Fahrer warten.

Beim Essen ist die Anspannung greifbar. Es wird darüber spekuliert, welche Aufgaben bevorstehen. Gerüchte machen die Runde: „Navigation nach Karte, ohne GPS Geräte“? „Ein Abstecher nach Frankreich“? „Sonderaufgaben“? 

Kaum ist der letzte Bissen heruntergeschluckt, machen sich alle Fahrer auf den Weg in einen Saal des Hotels. Nach einer kurzen Ansprache wird die diesjährige Aufgabe erklärt: Jeder Fahrer erhält eine Liste, mit allen 46 Counties von England, Schottland und Wales. Pro County beinhaltet die Liste 1 bis 7 Ortschaften. Die erste besuchte Ortschaft zählt einen Punkt, die zweite 2 Punkte, die dritte 4 Punkte, die vierte 8 Punkte, die fünfte 16 Punkte, die sechste 32 Punkte und die siebte 64 Punkte. Jedes besuchte County gilt als Multiplikator. Für den Besuch von England, Wales und Schottland gibt es ebenso Sonderpunkte, wie für eine nachgewiesene Pause von mindestens 4 Stunden. Als Beweis, dass der Fahrer tatsächlich vor Ort war, muss ein Foto mit der ausgehändigten Rallye Fahne gemacht werden, auf dem irgendetwas zu sehen ist, dass den Namen des Ortes beinhaltet. Das kann der Schaukasten einer Kirche oder ein Pub sein. Das Ortseingangsschild darf maximal 5-mal verwendet werden. 

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Zusätzlich zu Liste und Rallye Fahne erhält jeder Fahrer einen USB Stick, der alle Ortschaften in einer gpx-Datei enthält.

Die Rallye startet Samstagmorgen um 6:00 und endet Sonntagabend um 17:00 Uhr. Bis 18:00 Uhr kann man noch im Ziel erscheinen, allerdings werden aufgrund der Verspätung dann Punkte abgezogen. Ab 18:00 Uhr gilt man als „Did not finish“. 

Das klingt nach einer harten Nuss. Kurze Zeit später sitze ich planend mit den Unterlagen und meinem Laptop auf meinem Zimmer. Nach 2 Stunden Arbeit steht meine Route. Wobei ich mich nicht von den höchsten Punkten habe leiten lassen, sondern von meinem Wunsch besonders viel von Wales zu sehen. Es ist mittlerweile fast Mitternacht und es wird Zeit für etwas Schlaf …

Um 4:30 Uhr endet meine Nachtruhe. Es sind zwar noch 90 Minuten bis zum Start, aber das Adrenalin in meinem Körper hält mich von weiterem Schlaf ab. Also packe ich meine Sachen, checke final meine Route und bin Erster an der Startlinie. Einige Offizielle sind schon vor mir da. Mir bleibt genügend Zeit mein Motorrad vorzubereiten und zu beobachten, was die anderen Teilnehmer so treiben. Da werden Navis programmiert und letzte Tipps über die vorausgesagte Wetter- und Verkehrslage ausgetauscht. 

Um kurz vor 6:00 Uhr ist es so weit. „Start you engines!“ Alle Fahrer sitzen auf ihren Maschinen und warten darauf, dass einer nach dem anderen das Zeichen zum Start bekommt. Ein Motorrad steht unberührt auf dem Parkplatz. Sein Fahrer scheint noch zu schlafen.

Gefundener Wegepunkt bei der Brit Butt Rally Los geht’s! Da die Straße vor dem Hotel kurz gesperrt ist, kann ich sofort nach rechts, Richtung erstem Kreisel, der mich auf die Autobahn bringen soll, abbiegen. Diese Richtung scheint das Ziel der meisten Fahrer zu sein. Eine Maschine nach der anderen nimmt die entsprechende Abfahrt. Und was mache ich?!? Ich schaue den anderen fasziniert zu und nehme die verkehrte Auffahrt! Noch keine 5 Minuten unterwegs und schon der erste Navigationsfehler. Das Navi korrigiert meinen Fehler zum Glück automatisch und die verlorene Zeit werde ich versuchen wieder einzuholen. 

Die Temperatur ist in England noch erträglich. Hier soll es heute wieder hochsommerlich werden. Für Wales, ist allerdings „Spätherbst“ angesagt. 

Nach zwei Stunden habe ich mein erstes Ziel erreicht. „Yoxall in Staffordshire“.Der Ort ist relativ groß und so kann ich mir den Platz für mein Beweisfoto aussuchen. Der „Village Store“ hat zwar noch geschlossen, dafür hat er allerdings ein schönes großes Firmenschild. 

Und so geht es an diesem Tag bis kurz vor Mitternacht weiter. Ich fahre gemäß meiner geplanten Route zum nächsten Ort, suche ein passendes Beweisfoto. Unterbrochen wird dieser immer wiederkehrende Ablauf nur durch kurze Tankstopps.

Folgende Orte kann ich so am ersten Rallye Tag abhaken (County, Ort, Beweisfoto). In England: Stafford­shire, Yoxall, Supermarkt Derbyshire, Yeaveley, Pub Staffordshire, Yarnfield, Dorfgemeinschaftshaus Shropshire, Yorton, Ortseingangsschild Shropshire, Yorton Heath, Yeaton, Schaukasten Nachbarschaftshilfe Shropshire, Yockleton, Schaukasten Kirche. In Wales: Flintshire, YR HOB (Hope), Auto­händler Flintshire, YR Wyddrug (Mold), Lagerhalle Flintshire, Ysceifiog, Dorfgemeinschaftshaus Conwy, Ysbytyifan, Rathaus Ceredigion, Ynyslas, Golfclub Ceredigion, Ystumtuen, Ortseingangsschild Ceredigion, Ysbyty Cynfyn, Tafel zur Ortsgeschichte. In England ist das Wetter noch perfekt. Sonnenschein und warme Temperaturen. Aber kaum habe ich die Grenze zu Wales überschritten, wechselt das Wetter plötzlich auf Spätherbst. Es regnet, es ist kalt und ungemütlich. 

Auch die gut ausgebauten englischen Straßen, können nicht gegensätzlicher zu den Single Track Roads in Wales sein. Dass es permanent regnet, neblig ist und frei laufende Schafe anscheinend nur darauf warten, vor mein Vorderrad zu laufen, macht das Fahren nicht unbedingt einfacher. Besonders nicht, nachdem die Sonne untergegangen ist.

Der kleinste Ort den ich gegen 22 Uhr suche, heißt „Ystumtuen“. Auf einer Anhöhe gelegen, besteht er nur aus einer Farm und einem See. Nachdem ich dreimal den Ort durchquert habe, ohne auch nur ein Ortseingangsschild zu finden, beschließe ich, auf diesen Bonuspunkt zu verzichten. Als ich die Anhöhe wieder herunterfahre entdecke ich allerdings doch noch ein Ortseingangsschild.

Auswertung der Ergebnisse - Brit Butt Rally Nachdem ich noch einen letzten Bonuspunkt in Wales besucht habe, mache ich mich gegen 24:00 Uhr wieder auf Richtung England. In Wales gibt es kaum Motels, sondern eher Bed & Breakfast Unterkünfte. Diese sind zwar günstig, für meine Zwecke aber leider nicht geeignet. Es gibt wahrscheinlich nicht viele private Herbergen, die davon begeistert sind, wenn gegen 1:00 Uhr jemand klingelt und ein Zimmer für die nächsten vier Stunden möchte. 

Gegen 1:30 Uhr habe ich es geschafft. Dicht hinter der englischen Grenze finde ich ein Motel mit freien Zimmern. Den Wecker stelle ich auf 5:30 Uhr. Um 6:00 Uhr möchte ich weiter. Für eine nachgewiesene Pause von mindestens vier Stunden erhält man derart viele Bonuspunkte, dass sich diese niemand entgehen lässt. Die Dauer der Pause wird durch maschinengedruckte Quittungen nachgewiesen. In meinem Fall die bei Ankunft bezahlte Motelrechnung und ein Tankbeleg bei Abreise.

Erfrischt sitze ich um 6:00 Uhr wieder im Sattel und sammle die nächsten Bonuspunkte ein. Ich muss bis 17:00 Uhr wieder im Rallye Hauptquartier erscheinen. Allerdings bin ich erst im Ziel, wenn ich auch meinen Vordruck zur Dokumentation abgegeben habe. Ich will bereits um 15:00 Uhr zurück sein. Das verschafft mir 2 Stunden Puffer. 

Folgende Ziele fahre ich im Laufe des Tages an (alle in England): Yelvertoft Schule, Yardley Hastings, Gemeinde Aushang Yelden, Pub Yaxley, Social Club Yarwell, Dorfgemeinschaftshaus Yelling, Holzschild Yardley Gobion, Holzpfahl.

In Yardley Gobion besuche ich meinen letzten Bonuspunkt. Danach suche ich mir einen ruhigen Platz und erstelle meine Dokumentation. In aller Ruhe mache ich mich auf den Weg ins Hotel. Ich habe alle Zeit der Welt. Um 14:57 Uhr überquere ich die Ziellinie. Ich bin wieder heil zurück und auf jeden Fall als „Finisher“ im Ziel. 

Kaum bin ich abgestiegen, notiert ein Mitglied des Organisationsteams meine Ankunftszeit sowie meinen Kilometerstand. In der Hotelhalle kontrolliere ich ein letztes Mal meine Dokumentation. Gegen 16:00 Uhr gebe ich meine Unterlagen ab und gelte damit offiziell als „eingecheckt“. Direkt im Anschluss werden meine Beweisfotos und meine Dokumentation abgeglichen. Es gibt nichts zu bemängeln.

Bekanntgabe der Platzierungen - Brit Butt Rally Für 19 Uhr ist ein Abendessen für aller Fahrer angesetzt. Erst im Anschluss werden die Platzierungen bekannt gegeben, 

Den meisten Fahrern merkt man die Erschöpfung an, ich fühle mich frischer, als ich erwartet hätte. 

Die Auswertung zieht sich in die Länge und es ist 22 Uhr bis es endlich soweit ist. Der Rallyemaster gibt eine Zusammenfassung über die Rallye. Alle Teilnehmer sind gesund und munter. Es haben lediglich nicht alle rechtzeitig zurück geschafft. Die Namen werden vorgelesen und der jeweilige Fahrer nimmt seine Urkunde in Empfang.

Ich selbst bin auf Platz 27. Ich habe in 36 Stunden 1903 Bonuspunkte gesammelt und bin dabei 1136,5 Kilometer gefahren. Ein Ergebnis mit dem ich zufrieden bin, dass sich im nächsten Jahr aber vielleicht noch verbessern lässt.

Im Anschluss verlagert sich die Veranstaltung in die Hotelbar. Gegen Mitternacht liege ich endlich in meinem Bett.

Am nächsten Morgen will ich in einem Rutsch nach Hause fahren. Da heute Feiertag in Großbritannien ist, erreiche ich den Fährhafen in Dover frühzeitig.

Die Rückreise verläuft unspektakulär. Gegen 21 Uhr bin ich wieder daheim. 3000 Kilometer in 5 Tagen liegen hinter mir. Aber jeder einzelne davon hat sich gelohnt hat …


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