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Beheizte Handschuhe DANE Fyre

aus Kradblatt 1/18
von Marcus Lacroix

Ausprobiert: beheizte Handschuhe DANE Fyre

DANE Fyre - beheizte Handschuhe mit Akku Geht es um das Thema „beheizte Handschuhe“, stößt man vor allem auf zwei Reaktionen – Frauen: „Oh, wie toll, die will ich auch“; Männer: „Ich habe Heizgriffe, das reicht“.

Jetzt kann man natürlich drüber streiten, ob Männer einfach nur den Harten markieren, klar ist aber: mit warmen Fingern fährt man einfach sicherer Motorrad. Und dabei muss man sich nicht gleich bei Eis und Schnee zum Elefantentreffen durchkämpfen. Je nach Kälteempfinden kann es auch bei Plusgraden schon empfindlich kühl werden. Dabei ist es auch im Winter einfach schön, wenn man mal etwas Wind um die Nase hat und sich den Kopf frei fahren kann. Heizgriffe helfen, sorgen sie doch zumindest für etwas Wärme an der Handinnenseite. An der Außenhand wird es aber mit der Zeit doch kalt.

Akku für beheizte Handschuhe DANE FyreHier kommen jetzt die beheizten Handschuhe DANE „Fyre“ ins Spiel, die von Motoport vertrieben werden. Der Fyre ist zunächst einmal ein sauber verarbeiteter Tourenhandschuh, der größtenteils aus weichem Ziegenleder gefertigt ist. Thinsulate-Futter sorgt für Wärmeisolierung, Gore-Tex für Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität, typische Sturzstellen sind verstärkt, Zeigefinger- und Daumenspitze mit einem Touchscreen-tauglichen Material versehen. Das Futter fällt nicht zu dick aus, so dass man den Fyre auch gut im Frühjahr und Herbst tragen kann.

Der Clou bei einem beheizten Handschuh ist natürlich … genau, die Heizung. Der Fyre verfügt über Heizdrähte an der Oberseite der Finger sowie am Handrücken. Gespeist werden diese von jeweils einem 2600 mAh Akku, der gut geschützt in eine Innentasche an der Unterseite der Stulpe eingeschoben wird. Bedient wird die Heizung über einen sehr gut erreichbaren Drucktaster an der Oberseite der Stulpe. „Aus, Grün, Gelb, Rot“ sind die Signale, „aus, leicht, mittel, stark“ die dazugehörige Heizwirkung. Die Temperatur steigt im „Leerlauf“ – also ohne Hände in den Handschuhen – bei voller Leistung punktuell auf beachtliche, 82 °C an (gemessen). Angst vor Verbrennungen muss man aber nicht haben. Schlüpft man in die Handschuhe, transportiert der Körper die Wärme direkt ab. Ein Aufheizen vor der Benutzung ist außerdem nicht nötig, da die Heizwirkung sehr schnell einsetzt. Die rote Heizstufe kommt eigentlich erst bei Temperaturen unter Null Grad zum Einsatz, bei echten Frostkötteln evtl. auch vorher. Bei einstelligen Plusgraden fährt es sich auf gelb recht entspannt. Ideal ist dabei eine Kombination mit Heizgriffen, die an vielen Motorrädern ja schon obligatorisches Zubehör ab Werk sind.

Die Akkulaufleistung gibt Motoport je nach Heizstufe mit ca. 2, 3 oder 4 Stunden an. Das kommt im Büro gemessen auch ziemlich genau hin. Bei frostigen Außentemperaturen verringert sich eine Akkukapazität aber ja bekanntlich etwas. Für die winterliche Spritztour reicht es aber allemal und wer länger – z.B. zu oben erwähntem Treffen – unterwegs ist, kauft für 39 € einfach ein Kabelset zum Anschluss an die Fahrzeugbatterie dazu und lässt dafür die Akkus weg. Weitere Pluspunkte sind die stabilen Stecker sowie die Ladezustandsanzeige an den Akkus, die auf Knopfdruck kurzzeitig aktiviert wird. Kritik gibts für die Dicke des Akkus. Ist er eingesetzt, passt ein Jacken­ärmel nur schwer bis gar nicht über die einstellbare Stulpe, wobei der Bedienknopf dabei aber ja auch verdeckt wird.

Die DANE Fyre inkl. 2 Akkus und Ladegerät kosten 349 € und verlängern sinnvoll die Saison. Erhältlich sind sie online über www.motoport.de sowie bei allen Motoport-Händlern. Deren Adressen findet man ebenfalls auf der Website.


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