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Autobatterie – so werden Funktionsfähigkeit und Spannung überprüft

Autobatterie

Die Anforderungen, die an eine Autobatterie gestellt werden, nehmen seit Jahren zu. Grund sind die immer komplexer werden Komfort- und Sicherheitssysteme, die in Fahrzeugen verbaut werden. Sie reizen die Ressourcen der Autobatterie zusehends aus, wodurch es immer häufiger vorkommt, dass die Batterie streikt. Laut aktuellen Pannenstatistiken ist eine defekte Batterie einer der häufigsten Gründe, warum die Pannenhelfer anrücken müssen. Autofahrer sollten daher regelmäßig überprüfen, ob die Batterie noch intakt ist und sorgfältig arbeitet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen der Zustand der Autobatterie auf den Prüfstand gestellt werden kann. Die klassische Lösung setzt keinerlei Zubehör voraus. So wird das Auto, wenn es dunkel ist, vor eine Mauer oder alternativ Glasfront gestellt. Dann muss zunächst die Zündung eingeschaltet werden. Im nächsten Schritt werden so viele Energieverbraucher wie nur möglich gestartet. Neben dem Licht sollten also beispielsweise Heckscheibenheizung, Lüftung, Radio und wenn vorhanden auch die Sitzheizung eingeschaltet. Nach wenigen Sekunden kann dann auch der Motor gestartet werden. Währenddessen liegt die volle Aufmerksamkeit beim Licht. Wird das Licht dunkler oder flackert es, handelt es sich dabei immer um ein erstes Anzeichen für eine schwächelnde Batterie. Es sollte grundlegend über den Kauf einer neuen Batterie nachgedacht werden.

Sicherer Test mit dem Spannungsprüfer

Nicht immer ist dieser einfache Test aber so aussagekräftig wie sich viele Fahrzeughalter erhoffen. Die bessere Wahl ist hier immer ein elektronischer Test mit einem Spannungsprüfer oder auch Multimeter. Entsprechende Geräte gibt es im Handel bereits für rund 15 Euro. Die Handhabung ist aufgrund des übersichtlichen Aufbaus sehr einfach. Die Spannungsprüfer ermöglichen es jedem Fahrzeughalter die Spannung selbst zu messen. Es gibt hier ein rotes und ein schwarzes Kabel. Das rote Kabel wird mit dem Pluspol und das schwarze Kabel mit dem Minuspol der Autobatterie verbunden. Wichtig ist es, diesen Test durchzuführen, wenn das Auto für einige Stunden nicht bewegt wurde. In diesem Fall sollte die Batteriespannung trotzdem noch zwischen 12,4 und 12,7 Volt zu finden sein. Zeigt der Spannungsprüfer eine geringere Spannung als 12 Volt an, sollte prinzipiell eine Nachladung oder direkt der Ersatz der Batterie erfolgen.

Ein Garant, dass die Batterie makellos arbeitet, ist die Spannung zwischen 12 und 13 Volt aber nicht. Hier ist noch immer das Restrisiko vorhanden, dass lediglich eine Zelle defekt ist und die anderen diese noch ausgleichen können. Um ein genaues Bild vom Zustand der Autobatterie zu erhalten, muss diese mit einem speziellen Multimeter unter Belastung getestet werden. Solche speziellen Multimeter sind deutlich kostenintensiver als die einfachen Spannungsprüfer für den Hausgebrauch. Hier sollten Autofahrer daher die Hilfe einer Werkstatt in Anspruch nehmen.

Kurzstrecken bleiben Batteriekiller

Die Lebensdauer einer Fahrzeugbatterie hängt entscheidend von der Belastung ab. Vor allem extreme Kälte, aber auch der Kurzstreckenbetrieb tragen dazu bei, dass die Reserven der Batterie aufgebraucht werden und diese schließlich streikt. Im Kurzstreckenbetrieb muss die Batterie immer wieder Höchstleistungen erbringen. Es gibt allerdings einen erheblichen Nachteil: Die Batterie hat kaum Zeit, um wieder aufzuladen. Das passiert nämlich erst, wenn über längere Zeit das Auto bewegt wird. Grundsätzlich sollte daher darauf geachtet werden, dass das Auto regelmäßig auch über längere Strecken bewegt wird oder zumindest in einer kältegeschützten Garage abgestellt werden kann.


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