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Ausprobiert: Icon Airflite Helm

aus Kradblatt 12/18, von Torsten Thimm

 Coole Optik …

Icon AirfliteSeit einigen Monaten habe ich nun das Vergnügen den Icon Airflite testen zu dürfen. Ein außergewöhnlicher Helm, der in jedwede Richtung zu polarisieren weiß. Die Stimmen gehen von furchtbar, bis hin zu absolut cool und wohin muss ich den Kaufpreis überweisen um einen zu bekommen! Doch was hat der Airflite wirklich drauf?

Die Außenschale des Helmes besteht aus Polycarbonat und ist in meinem Fall in einem ganz schlichten Weiß gehalten. Zusammen mit dem blau verspiegelten Visier macht aber selbst diese Farbe etwas her. Der Airflite ist sowohl ECE-Zertifiziert, als auch mit der noch strengeren DOT-Norm geprüft. 

Das ,,Hydradry‘‘ genannte Innenpolster fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an und sorgt selbst bei heißen Außentemperaturen, wie in diesem Sommer, für ein angenehmes Klima im Inneren des Helmes. 

Ein wenig ungewohnt dagegen ist der Einstieg in den Integralhelm. Man muss die Riemen des verwendeten Doppel-D Verschlusses schon fest in die Hände nehmen und auseinanderziehen, um ihn flüssig durch die schmal geratene Öffnung auf den Kopf setzten zu können. Ist er aber einmal drauf, sitzt er wie eine zweite Haut und von den rund 1700 Gramm spürt man weitaus weniger als gedacht. Eine gute Balance ist hier eben alles. Die Ausstattung des Airflite wird durch eine integrierte Sonnenblende ergänzt, die weit ins Gesichtsfeld hineinreicht. Zwei zusätzliche Schieber am vorderen Kopfbereich, die die Lüftungen öffnen oder schließen, sorgen für reichlich Frischluftaustausch.

Fahrerlebnis und Geräuschentwicklung – den Part muss wirklich jeder für sich selber herausfinden. Denn jeder hat ein anderes Empfinden und natürlich auch ein anderes Motorrad. Meiner Meinung nach, und ich konnte den Helm ausgiebigst auf meiner BMW R 1200 R und meiner Kawasaki W 650 testen, ist er angenehm leise. Klar, denn die Funktion folgt der Form und das riesige Visier überdeckt den Helm bis hin zum Kinnbereich. Die normal übliche Abrisskante dazwischen fällt also weg und die Luftwirbel werden einfach abgeleitet.

Doch so extravagant wie dieses Visier auch ist, es hat leider auch die eine oder andere Schattenseite. Zum einen ist es nicht möglich ein Pinlock zu montieren, zum anderen spiegelt es in gewissen Situationen, wie bei solchen Visieren durchaus üblich das Innere des Helmes wider. Dunkle Halstücher sind somit klar von Vorteil. Oder aber man benutzt gleich das helle Visier in Verbindung mit der Sonnenblende. 

Fazit: Der Airflite ist etwas für jeden, der nicht unbedingt „optische Stangenware“ fahren möchte. Er bietet einen hohen Sicherheitsstandard und eine Menge an individuellen Designs an. Die geringen Nachteile des Visiers sind durchaus verschmerzbar, da dieser Effekt bei anderen Herstellern ebenso vorhanden ist. Kaufen kann man den preislich im Mittelfeld angesiedelten Integralhelm im Händlernetz des Großdistributors Parts-Europe für Preise je nach Design von 270 bis 350 Euro.

Ein Händlerverzeichnis findet man online unter www.partseurope.eu.


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