
Jedem, der ein Motorrad in der Garage stehen hat, kommt es bekannt vor: Erst ist es nur ein Satz Bremsbeläge, dann die Reifen runter oder die Handschuhe durchgescheuert und plötzlich ist das Budget für die nächste Tour dahin. Noch nie war Motorradfahren ein Hobby für Sparfüchse. Ganz so teuer muss es aber auch nicht sein. Wer weiß, wann er kauft und vor allem welche Möglichkeiten und Tools es im Netz gibt, der kann beim Einkauf von Bekleidung und Ersatzteilen eine Menge Geld zurückholen.
Timing ist die halbe Miete
Am meisten spart oft, wer einfach ein bisschen Geduld mitbringt. Motorradbekleidung ist stark saisonabhängig, und ab September wollen viele Händler ihre Sommerware aus den Regalen bekommen. Dann werden Jacken, Sommerhandschuhe und Textilhosen oft deutlich günstiger. Wer dagegen im November auf der Suche nach einer Winterkombi ist, muss meist tiefer in die Tasche greifen.
Ähnlich läuft das bei Modellwechseln, denn sobald eine neue Helm-Generation vorgestellt wird, wird das Vorjahresmodell im Handel spürbar günstiger und technisch hat sich dabei oft kaum etwas geändert. Dazu kommen die üblichen Aktionszeiträume: Black Friday im November, die Winterschlussverkäufe im Januar und Februar, die Saisonstart-Aktionen im Frühjahr. Wer eine Anschaffung nicht wirklich benötigt, der setzt sie auf die Merkliste und schlägt zu, wenn der Preis stimmt.
Gutscheincodes: klein, aber wirkungsvoll
Rabattcodes sind das am meisten unterschätzte Sparinstrument. Zehn Prozent auf eine 400-Euro-Kombi sind vierzig Euro und dafür muss man an anderer Stelle lange suchen. Typische Varianten sind Neukundencodes, Newsletter-Gutscheine, Versandkostenfrei-Aktionen, Warenkorbrabatte ab einem bestimmten Bestellwert oder Codes, die nur für einzelne Marken gelten.
Ein häufiges, nerviges Problem ist, dass ein großer Teil der Rabattcodes, die im Netz zu finden sind längst abgelaufen sind oder an Bedingungen geknüpft sind, die schwer umgesetzt werden können. Es ist dann oft ärgerlich, wenn man den Warenkorb bereits fertig hat und dann an der Kasse eine Fehlermeldung erhält, dass kein Rabatt möglich ist.
Genau hier setzt Rabattcodeheld an. Das Portal sammelt zuverlässig aktuelle Gutscheine und Aktionen für zahlreiche Onlineshops, sortiert nach Anbietern und Kategorien. Besonders praktisch ist das Prüftool unter rabattcodeheld.de/code-check. Ihr gebt Rabattcodecode und Shop-Domain ein und bekommt in wenigen Sekunden eine Einschätzung, ob der Code noch gültig ist. Das Tool ist kostenlos, funktioniert ohne Anmeldung, läuft auch auf dem Smartphone und ist nicht auf gelistete Shops beschränkt. Ihr könnt also quasi jeden Onlineshop vor der Bestellung gegenchecken.
Preise vergleichen statt Rabattschildern glauben
Ein „–50 %“-Banner im Online Shop sagt für sich genommen wenig aus. Wichtig ist, was das Teil vorher gekostet hat und was es woanders kostet. Ein Blick in ein großes Preisvergleichsportal wie idealo.de lohnt sich deshalb immer, denn dort seht ihr dieselbe Artikelnummer über viele Händler hinweg, inklusive Versandkosten. Gerade bei sperrigen Sachen wie Koffersystemen oder Reifen macht der Versand am Ende den Unterschied. Praktisch ist außerdem die Preisalarm-Funktion, einmal Wunschpreis hinterlegen, und ihr bekommt eine Mail, sobald es so weit ist.
Wer lieber mitliest, was andere gerade aufgetan haben, ist bei mydealz richtig. In der Community landen Schnäppchen oft, bevor sie in der Werbung auftauchen, und in den Kommentaren steht meist gleich dabei, ob das Angebot wirklich taugt, welche Gutscheine sich kombinieren lassen und wo es noch billiger ist. Für Reifen, Öl und Werkzeug ist das eine echte Fundgrube.
Wo es sonst noch günstig wird
Viele vergessen noch weitere Quellen, über die man günstig an Waren kommt und zwar die Outlet- und B-Ware-Bereiche der großen Zubehörhändler, wie z.B. Retouren, Auslaufmodelle oder Ware mit Kratzern im Karton, funktional meist tadellos, preislich dann aber deutlich darunter. Bei Reifen lohnt der Blick auf Restposten mit etwas älterer DOT-Nummer, bis etwa drei Jahre und ordentlich gelagert ist das unkritisch. Und für Koffer, Windschilder oder Sturzbügel zu bestimmten Modellen ist der Gebrauchtmarkt fast immer die günstigste Lösung; die Kleinanzeigen hier im Kradblatt sind ein guter Startpunkt.
Nicht vergessen: den Händler um die Ecke. Wer im Winter einen Reifensatz samt Montage verhandelt, kommt oft überraschend gut weg und hat einen Ansprechpartner, wenn etwas klemmt.
Wo das Sparen aufhört
Eine Grenze gibt es aber, und zwar bei sicherheitsrelevanter Ausrüstung. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Achtet bei Helmen auf die Prüfnorm ECE 22.06, bei Protektoren auf EN 1621 und bei Bekleidung auf EN 17092. Auffällig billige Angebote aus dubiosen Marktplatz-Shops sind ein Warnsignal. Plagiate von Markenhelmen sind im Umlauf und im Ernstfall wertlos.
Ein günstiger Preis ist gut. Ein günstiger Preis beim seriösen Händler mit sauberer Prüfnorm ist besser. Und was ihr dabei spart, steckt ihr am besten direkt in Sprit für die nächste Tour.
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