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Motorrad einmotten – So geht’s richtig

Motorrad einmotten – So geht’s richtig

Den ersten Bikern ist der Herbst schon zu ungemütlich, für einen Großteil der Fahrer bedeuten die nächsten Tage die letzten Fahrten der Saison. Im November ist es für die meisten Motorräder Zeit für den Winterschlaf. Die falsche Lagerung aber führt zu Hektik im Frühjahr, wenn sich die ersten Sonnentage nähern. Häufig muss die Maschine dann erst einmal in die Werkstatt, weil die Winterpause kostspielige Spuren hinterlassen hat. Den größten Fehler, den ein Biker beim Einmotten des Motorrades begehen kann, ist es, das Zweirad nach dem ersten Schneefall ohne Mindestpflege in einem feuchten Keller unterzubringen. Wer gut vorsorgt und sein Motorrad richtig vorbereitet, hat aber nichts zu befürchten.

Pflege und Funktionscheck

Das Motorrad einzumotten bedeutet, es zu säubern und auf bestehende Mängel zu überprüfen. Also her mit Wassereimer und Schwamm und weg mit dem Schmutz! Wer denkt, mit dem Hochdruckreiniger geht es schneller, liegt falsch, denn Lager und Steckverbindungen können damit beschädigt werden. Wer sorgsam mit dem Schwamm putzt, kann dabei gleich auch die Öldichtung überprüfen und nach Lackschäden schauen. Kleine Mängel entwickeln sich während der Lagermonate schnell zu großen Schäden, deshalb sollten eventuelle Auffälligkeiten in der Werkstatt behoben werden. Das gleiche gilt übrigens für das Auto. Wer auf der Suche nach einer Werkstatt und einer besonderen Arbeitsleistung in seiner Nähe ist, kann auf Onlinedienste wie Drivelog zurückgreifen. Hier bekommt man zudem aktuelle Informationen zu günstigen Tankstellen in der Umgebung. Wer übrigens sein Motorrad außerhalb der Saison zur Werkstatt bringt, muss sich keine Gedanken über einen Termin machen. Die meisten Werkstätten haben in den Wintermonaten ausreichend Kapazitäten frei.

Tankfüllung, Ölwechsel und Vergaser

Bevor das Motorrad in den trockenen (!) Keller oder die Garage gestellt wird, sollte die Tankfüllung genau überprüft werden. Tanks aus Blech sollten bis zum Rand befüllt werden, wenn das Gefährt auf dem Mittelständer abgestellt wird. Kunststofftanks hingegen müssen leer sein, damit Kraftstoffreste nicht durch die Tankwand diffundieren – Gammelsprit im Motorrad ist ein ernstzunehmendes Problem. Altes Öl sollte ebenfalls (bei warmem Motor) ausgewechselt werden. So können Biker im Frühling sofort durchstarten. Bei Motorrädern mit Vergasern müssen zusätzlich die Schwimmkammern geleert werden, damit beim ersten Start im Frühjahr alles glatt geht.

Batterie und Reifendruck

Auch die Batterie will im Winter ausgebaut sowie trocken und kühl gelagert werden, sofern die Maschine draußen steht oder die Batterie nur im ausgebauten Zustand geladen werden kann. Hintergrund: Die Batterie braucht in regelmäßigen Abständen eine kurze Aufladung. Je nach Herstellerangaben kann sie auch über ein Frischhaltegerät dauernd geladen werden. Bei Bleisäure-Akkus sollte man unbedingt darauf achten, dass das destillierte Wasser bei maximaler Füllmenge liegt. Ebenfalls wichtig ist der erhöhte Reifendruck. Die Reifen sollten entweder um 0,5 bar oder auf Maximaldruck befüllt werden. Wer möchte, kann die Maschine zusätzlich aufbocken, um eventuelle Druckstellen zu vermeiden. Übrigens benötigt nicht nur die Maschine, sondern auch der Helm eine Winterpflege. Informationen dazu bietet der ADAC.

 

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