Die zunehmende Dominanz Chinas im Hinblick auf E-Mobilität ist kein Geheimnis mehr: Dabei machen chinesische Hersteller aber nicht nur den deutschen Autobauern Konkurrenz, sondern ebenso auch internationalen Herstellern von Motorrädern. Überraschend ist das nicht, schließlich genießt die Volksrepublik in vielen Bereichen, die eng mit E-Mobilität verknüpft sind, eine führende Stellung.
Was hebt chinesische E-Motorräder von denen westlicher Hersteller ab?
Da ist allen voran natürlich der Preis: Genauso wie E-Autos aus China günstiger sind, sind es auch E-Motorräder. Das liegt allen voran an den hocheffizienten Fertigungsprozessen vor Ort, zudem müssen die chinesischen Hersteller wenig oder gar nichts aus dem Ausland beziehen. Sie stellen die Akkus selbst her, die Elektronik ebenso, die Motoren auch – die Fertigungstiefe resultiert, gepaart mit der hohen Fertigungsmenge, in attraktiven Kaufpreisen.
Technologische Schnittstellen sind bei chinesischen Elektro-Motorrädern ebenfalls gängiger Standard. Das liegt auch daran, dass der technologische Fortschritt in China nicht unwesentlich höher als beispielsweise in Europa ist. Nahtlose App-Schnittstellen, Rekuperation, GPS-Tracking und Sicherheitsfeatures sind fester Bestandteil, selbst bei günstigen Einsteigermodellen.
Vergleicht man die Preise mit westlichen Herstellern, sind Motorräder aus China nicht selten etwa 30 bis 50 % günstiger. Das geht aber nicht zu Lasten der Qualität: Die Reichweiten sind absolut vergleichbar, ebenso die Motorenleistung. Zudem wirken die Designs nicht weniger modern und die Verarbeitungsqualität hat über die letzten Jahre massiv zugenommen. Aus diesem Grund kommen chinesische Motorräder für Vielfahrer ebenso wie Stadtfahrer, Pendler und preisbewusste Biker gleichermaßen in Frage.
Wie heißen die Vorzeigemodelle aus China?
NIU RQI Sport gilt als idealer Stadtflitzer für technikaffine Biker, während das Horwin CR6 Bike beispielsweise sowohl Retro- als auch moderne Elemente vereint. Bikes wie das Yadea Keeness VFD zeigen indes, dass sich die Motorenleistung nicht hinter dem westlichen Wettbewerb verstecken muss.
Für das Premium-Bike muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür gibt es einen enorm leistungsstarken Elektromotor mit entsprechend hoher Reichweite.
Worauf sollten erstmalige Käufer achten?
Natürlich muss das Bike StVZO-konform sein, sofern es auf deutschen Straßen ausgefahren werden soll. Das sind in Deutschland verkaufte Modelle typischerweise aber auch.
Je nachdem, wie intensiv das Bike genutzt wird, sind auch die Ladezeit und Reichweite wichtige Schlüsselfaktoren. Außerdem gehört so ein Bike natürlich mindestens sporadisch gewartet oder muss auch einmal eine Reparatur durchlaufen: Daher empfiehlt es sich vorab, sich über die verfügbaren Ersatzteile in Europa und den Kundenservice des Herstellers beziehungsweise Händlers zu informieren. Das Vorurteil, E-Bikes aus China hätten eine minderwertige Qualität, entspricht hingegen nicht mehr der Realität.
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