VHoldR Action Videokamera

Die schönsten Touren und Strecken auf dem Motorrad werden gern mit der Kamera dokumentiert. Im Zeitalter der Actioncams lässt sich das Fahrerlebnis prima festhalten und das wird immer beliebter. Solange die Aufnahmen privat bleiben und nicht veröffentlicht werden, gibt es damit auch keine Probleme. Allerdings teilen viele Biker ihre Erlebnisse auch gern mit der Community. So werden die Aufnahmen auf Videoportalen oder in Foren hochgeladen. Hier ist Vorsicht geboten, denn wer Persönlichkeits- oder Urheberrechte verletzt, muss unter Umständen mit empfindlichen Strafen rechnen.

Datenschutz: Vorsicht bei Personen und Fahrzeugen

Inwiefern private Filmaufnahmen im Straßenverkehr rechtlich zulässig sind, ist keine neue Diskussion. Bisher betraf sie meist Dashcam-Aufnahmen im PKW und deren Verwertbarkeit vor Gericht. Nach wie vor handelt es sich um eine rechtliche Grauzone.
Motorradfahrern geht es meist eher darum Impressionen ihrer Touren festzuhalten, als ein m√∂gliches Unfallgeschehen aufzuzeichnen. Doch Datensch√ľtzer sehen auch hier Probleme, denn es k√∂nnen dabei Unbeteiligte ohne ihre Zustimmung gefilmt werden.
Wer mit der Actioncam am Helm unterwegs ist, muss deshalb den rechtlichen Rahmen kennen. Grunds√§tzlich sind die Aufnahmen in Deutschland nicht verboten und solange sie nur als private Erinnerungsst√ľcke dienen sind sie unproblematisch. Anders sieht es aus, wenn die Aufnahmen ver√∂ffentlicht werden, beispielsweise im Internet. Sobald nicht nur die Landschaft, sondern auch identifizierbare Personen oder Fahrzeuge zu sehen sind, kommen Pers√∂nlichkeitsrechte ins Spiel. Die Datenschutzgrundverordnung sieht ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung vor. Und das wird durch die unerlaubte Ver√∂ffentlichung solcher Aufnahmen verletzt. Bu√ügelder bis zu 300.000 Euro sind daf√ľr vorgesehen. Sind Menschen oder Fahrzeuge erkennbar, m√ľssen diese also unkenntlich gemacht werden.
Wer bei Touren in anderen L√§ndern Aufnahmen machen will, sollte sich auf jeden Fall vorab √ľber die rechtliche Situation dort informieren. In √Ėsterreich oder Belgien sind die Aufnahmen beispielsweise prinzipiell verboten.

Urheberrecht: Bild und Musik sind gesch√ľtzt

Wer Videos online öffentlich macht, muss auch das Urheberrecht im Blick behalten. Das Recht die selbstgemachten Bilder zu verwenden hat man dabei selbstverständlich. Wer ein Video mit den Aufnahmen Anderer ergänzen möchte, braucht dazu eine entsprechende Genehmigung.
Besonders beliebt ist auch das Unterlegen von Fahrtsequenzen mit Musik. Und nat√ľrlich w√ľrde so mancher daf√ľr am liebsten den neuesten Hit der Lieblingsband verwenden. In den meisten F√§llen w√ľrde das aber das Urheberrecht verletzen, denn ohne Genehmigung darf die Musik nicht verwendet werden. Onlineportale sperren dann entweder die Tonspur oder gleich das ganze Video und im schlimmsten Fall ist auch eine juristische Ahndung m√∂glich.
Videoaufnahmen mit Musik zu unterlegen ist dennoch legal m√∂glich und dazu muss man nicht zwingend selbst zum Instrument greifen. Lizenzfreie Musik f√ľr die eigenen Videoprojekte findet man bei speziellen Online-Anbietern wie etwa Depositphotos Musik. Die Stock-Agentur h√§lt neben Fotos und Videos auch verschiedenste Audiodateien bereit, die dort heruntergeladen und dann legal genutzt werden k√∂nnen. Es sind Audiotracks aus verschiedenen Genres und zahlreiche Soundeffekte dabei, mit denen sich Touren-Videos unterlegen und so prima aufwerten lassen. Der Kreativit√§t kann auf diese Weise freier Lauf gelassen werden, ohne dass rechtliche Konsequenzen bef√ľrchtet werden m√ľssen.
√úbrigens: Das Urheberrecht sch√ľtzt nat√ľrlich auch die eignen Werke. Wird das eigene Videomaterial also unerlaubt von jemand anderem genutzt, besteht auch hier die M√∂glichkeit dagegen vorzugehen. Allerdings lohnt sich dieser Aufwand nat√ľrlich nicht immer.