Biergarten

Tourentipp Hochsauerland

  

aus Kradblatt 10/14
von Manfred Mosberg

 

Tourentipp Hochsauerland

BiergartenDas Land der tausend Berge – so nennen die Sauer­länder ihre Heimat.
Das Hochsauerland ist eine Mittelgebirgsregion im Südosten von Nordrhein-Westfalen. Kleine Ausläufer des Hochsauerlandes reichen bis in einen nordwestlichen Zipfel von Hessen. Die eher dünn besiedelte Gegend weist verhältnismäßig viele Waldgebiete auf. Insider wissen, das Sauerland ist wie geschaffen für ausgedehnte Touren mit dem Motorrad. Die hügelige Landschaft mit ihren Bergen, Tälern und Seen ist ideal zum Biken.

Ein bekannter Ort wie Olsberg ist ein idealer Ausgangspunkt für Motorradtouren. Wir wählten als Touren-Stützpunkt dort das Hotel Bigger Hof. Gemütliche Zimmer, eine urige Braustube, Biergarten, reichlich Stellplätze und Garage mit Werkstatt, Schrauberecke und Trockenräumen. Vom Chef geführte Touren sind bereits über die Landesgrenze hinaus beliebt und bekannt! Einzelne Fahrer, wie auch große Gruppen, fühlen sich so richtig wohl. Unvergessliche Berg- und Talfahrten über die Höhenstraßen mit vielen Serpentinen, entlang der Seen, Wildreservate, Freizeitparks und herrliche Aussichtspunkte faszinieren! Strecken, die nur Insider kennen und dadurch wenig befahren sind, laden zum gemütlichen Cruisen mit dem Chopper oder auch zu flotten Kurvenfahrten mit Superbikes ein.

Ein Tourenvorschlag:
Bigger-HofWir starten in Olsberg von unserem Hotel Bigger Hof: Die 30 km nach Medebach, um dort wohnende Bekannte abzuholen, sind schnell geschafft. Treffpunkt ist der Marktplatz in Medebach, und los geht es. Zuerst in das 0rketal durch Medelon, Hesborn und Liesen. Auf der B 236 Richtung Winterberg erreichen wir Züschen und biegen in etwa der Ortsmitte links ab Richtung Mollseifen/Bad Berleburg. Durch Mollseifen und Girkhausen erreichen wir am Ende der L 721 den Dödesberg und halten uns rechts Richtung Winterberg.
Ab jetzt heißt es durchatmen und besten Asphalt, Schräglagen und spurtschnelle Geraden unter die Räder bis Oberkirchen nehmen.

Besonders die Strecke ab Albrechtplatz (B 480 Richtung Schmallenberg) lässt erahnen was der Orkan „Kyrill“ 2007 im Sauerland angerichtet hat. Auf der anderen Seite hat es auch sein „Gutes“. Einen hervorragenden Panoramablick hat man nach der ersten Serpentine, an der sich auch ein Parkplatz befindet. In Oberkirchen angekommen biegen wir rechts Richtung Winterberg/Westfeld ein, um kurz nach der „Miniortschaft“ (grünes Schild) Inderlenne links auf die K 18, Nebenstrecke Winterberg, einzubiegen. Auch dieser Streckenabschnitt bis Altastenberg geizt nicht mit griffigem Asphalt und Kurven satt. Im Höhendorf Altastenberg geht es in der Dorfmitte linksseitig in Richtung Sorpetal bis Siedlinghausen. Hinter Siedlinghausen geht es zunächst bergauf, wir bleiben auf der Landstraße durch Altenfeld und Walbecke und biegen anschließend rechts in Richtung Ramsbeck ein. Durch das Bergwerkmuseum Ramsbeck, in dem man auch unter Tage, „festlich“ speisen kann, ist der Ort über die Grenzen des Sauerlandes bekannt.

auf-dem-Kahlen-Asten-bei-WinterbergJetzt geht es erst einmal wieder bergauf Richtung Andreasberg, im weiteren Verlauf passieren wir das Freizeit- und Abenteuerland „Fort Fun“ in Wasserfall und genießen die kurvige Abfahrt nach Heinrichsdorf und Elpe. Bevor wir die B 480 in Richtung Brilon/Olsberg erreichen passieren wir noch die Orte Brunskappel und Wiemeringhausen. Im „Rosendorf“ Assinghausen verlassen wir die Bundesstraße rechtsseitig und fahren relaxed durch Bruchhausen, bergauf an den Bruchhauser Steinen entlang, und gelangen zur Kreuzung Richtung Brilon. Vor Brilon biegen wir rechts auf die L 870, Hinweis Bredelar/Hoppecke, bleiben bis vor der Unterführung, und fahren die Brücke Richtung Diemelsee hinauf. Auch hier ist „Bergsteigen“ angesagt, um auf der anderen Seite links Richtung Diemelsee abzubiegen.
Die Bauarbeiten zum Diemelsee begannen bereits 1912 und wurden durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Fertigstellung war 1923 und Inbetriebnahme 1924. Die Diemeltalsperre hat ein Stauvolumen von 19,9 Millionen Kubikmeter und dient mit ihrem Wasser der Regulierung des Mittellandkanals und der Weser. Nebenbei produziert das in der Staumauer integrierte Kraftwerk mit zwei Turbinen jährlich ca. 2,5 GWh Strom.

Rhein-Weser-Turm-auf-dem-WesterbergNach Passieren der Staumauer, entlang der Diemelseerandstraße fahren wir durch Heringhausen, Rhenegge, fahren durch Adorf, Vasbeck und Massenhausen bis nach Bad Arolsen. Wir bleiben auf der B 450, überqueren die Twistetalsperre und biegen nach ca. 9,5 km direkt hinter Landau rechts Richtung Freienhagen ab. Nach etwa 7 km durch den „Langer Wald“ gelangen wir auf die B 251 und biegen rechts Richtung Korbach/Edertalsperre ab. Nach Sachsenhausen und Niederwerbe gelangen wir zum Edersee. Genießen die Fahrt entlang der Ederseerandstraße und halten uns strikt an die Höchstgeschwindigkeiten. Hier hat schon mancher seinen „Lappen“ abgeben müssen.
Ca. 3 km hinter der Staumauer an der Ampelanlage links Richtung Affoldern, Mehlen, Gifflitz. In Gifflitz biegen wir rechts Richtung Kleinern ab. Bis Frankenau durchqueren wir nun das „Wesetal“, rechtsseitig die „Ederhöhen“, linksseitig die „Wildunger Berge“. Vor Frankenau gibt es bei gutem Wetter noch einen einzigartigen Panoramablick auf das vorgelagerte Hochsauerland bis hin zur Sackpfeife Richtung Biedenkopf. In Frankenau der ab knickenden Vorfahrt links und dem Hinweisschild Allendort/Frankenberg folgen. Am Ende der Landstraße erreichen wir die B 253 Richtung Frankenberg. Frankenbergs Altstadt ist einen Besuch wert, besonders zu erwähnen das Rathaus und die kopfsteingepflasterte Innenstadt.

Nach Frankenberg in Richtung Rengershausen wartet noch einmal ein richtiges „Kurvenschmankerl“ auf gutem Asphalt bevor wir uns Hallenberg nähern. Nach Hallenberg geht es noch einmal Richtung Medebach bis Hesborn, wo wir uns in der Ortsmitte rechts abfahrend dem Ort Dreislar nähern. In Dreislar folgen wir der abknickenden Vorfahrt nach Medelon. Ab Medelon fahren wir nicht den direkten Weg nach Medebach, sondern unternehmen noch einen Schlenker über Glindfeld. Das Kloster Glindfeld hat eine lange Geschichte und Tradition. Sie reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Von Augustinerinnen über Kreuzherren bis hin zum Forstamt hat dieses Kloster alles gesehen. Heute finden im Kloster bis über die Landesgrenzen bekannte Kulturveranstaltungen statt.
Nach diesem kulturellen Ausflug gelangen wir zum Tourende nach Medebach und von dort wieder nach Olsberg zu Wilhelm in den „Bigger Hof“ (www.bigger-hof.de).


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