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Helmpflicht: Die Situation im Ausland

Als Biker immer an den Helm denken

Jedes Jahr mit den ersten warmen Sonnenstrahlen sind auch Biker auf den Straßen unterwegs. Bis auf wenige Hartgesottene sind Motorradfahrer meist nur bis in den Altweibersommer unterwegs. Immer mehr Biker nutzen ihren Urlaub, um mit ihrem „Zweirad“ im Ausland unterwegs zu sein. Zu den Vorbereitungen muss ein Blick auf die Bestimmungen zur Helmpflicht gehören.

Rund um geschützt – auch im Ausland

Ohne Motorradhelm geht in Deutschland nichts mehr. Auch dank der Helmpflicht ist die Zahl tödlicher Unfälle zurückgegangen. Sind die Regeln jenseits des Schlagbaums lascher? In der EU gilt flächendeckend eine Helmpflicht. Es reicht aber nicht, einfach irgendeinen Helm zu tragen. Brain-Caps, die auch als Halbschalen-Helme bekannt sind, reichen vielen Ländern nicht aus.

Wer als Motorradliebhaber auf der sicheren Seite sein will, entscheidet sich für einen ECE-genormten Helm (ECE-Norm 22). Nur damit ist einerseits Sicherheit für die persönliche Gesundheit, andererseits Sicherheit fürs Portemonnaie gewährleistet. Hintergrund: In einigen Ländern kann ein Verstoß gegen die Helmpflicht – wie das Tragen des falschen Motorradhelms – nicht nur Bußgelder nach sich ziehen. Das Ganze wird sogar mit einer Stilllegung des Zweirads geahndet.

Die Höhe der Strafen variiert zwar von Land zu Land. Wer ohne Helm erwischt wird, muss oft schnell mehrere hundert Euro lockermachen. Sind alle Regelungen in Bezug auf die Helmpflicht so streng?

Mit dem Motorrad in den USA

Die Vereinigten Staaten gelten als das Bikerparadies. Schnurgerade Highways, die Route 66 und Stammland der Harley Davidson – wer nicht wegen der Geschwindigkeit auf zwei Rändern unterwegs ist, muss in den USA gewesen sein. Hinsichtlich der Helmpflicht sind aber auch die USA kein Land der grenzenlosen Freiheit.

Zwar gibt es keine einheitliche Regelung aus Washington D.C. Aber: Die einzelnen Bundesstaaten haben in der Vergangenheit ihre eigene Sicht auf das Thema Helmpflicht entwickelt. Unter anderem in:

  • Virginia
  • Vermont
  • New York und
  • New Jersey

ist der Helm für Motorradfahrer Pflicht. In Alaska oder Arizona ist der Helm nur für bestimmte Altersgruppen vorgeschrieben – was auch für Texas oder Delaware gilt. Bundesstaaten wie Iowa, in denen kein Helm getragen werden muss, sind auch in den USA eher die Ausnahme.

Achtung: Wer bei seinem USA Trip einen Abstecher nach Kanada macht, muss das Thema Helmpflicht natürlich auch hier im Auge behalten – und sich zu den Regelungen in den einzelnen Provinzen informieren.

Helmpflicht in Asien

Zugegeben – den Verkehr in Asien werden sich nur wenige Biker antun wollen. Wer es doch tut, hat im besten Fall immer einen Helm dabei. In vielen Regionen gilt nämlich eine Helmpflicht. Aufmerksamen Beobachtern wird sehr schnell auffallen, dass sich von den Einheimischen nur ein Bruchteil daran hält. Angesichts der Verkehrsdichte und des Fahrstils einige Zweiradfahrer ist der Helm hier eigentlich essentiell. Sollte kein Motorradhelm zum Reisegepäck gehört haben, lassen sich Helme meist mit den Zweirädern ausleihen.

Nie ohne Helm unterwegs!

Eigentlich gibt es nur ein Fazit: Biker sind mit Helm unterwegs. Dieser schützt den Kopf vor Verletzungen. Und Stürze passieren selbst erfahrenen Motorradfahrern. Auch wenn im Ausland – wie das Beispiel USA zeigt – die Regeln vielleicht nicht ganz so streng sind, schützt der Helm Leben und Gesundheit.