Blinker

Editorial 05/17 – Erinnerung für Blinkmuffel …

Vorwort der Kradblatt-Ausgabe 5/17
von Gerd K. aus Westerstede

Ärgerlich bis gefährlich: Blinkmuffel

Blinkmuffel gefährden sich und andereIch stelle jeden Tag immer wieder aufs Neue fest, dass es immer mehr Blinkmuffel gibt. Damit meine ich die Fahrer, die nicht oder erst sehr spät blinken um ihre Fahrtrichtung anzuzeigen. Es fängt auf der Autobahn an, dass das ausscherende Fahrzeug, den Fahrstreifenwechsel mit dem Blinker bestätigt. Das liegt vielfach an dem PKW, der eine Blinkautomatik eingebaut hat, die beim Antippen des Blinkhebels, dreimal blinkt. Viele der Fahrer meinen, damit Genüge getan zu haben. Es wird dann bei einer Kollision behauptet: „Ich habe ja geblinkt“. In der Fahrschule wird gelehrt, dass der Richtungswechsel rechtzeitig und deutlich angekündigt werden muss und nicht den Richtungswechsel zu bestätigen.

Der Turnbeutelvergesser hat es mal wieder eilig. Selbst fährt man auf der Überholspur der Autobahn, Turnbeutelvergesser auf dem rechten Fahrstreifen. LKW voraus, Turnbeutelvergesser zieht an die Mittellinie, Blinkleuchte glimmt auf und schon hat er den Fahrstreifen gewechselt. Blöd nur, da ich jetzt stark bremsen muss. Der Nachfolgende muss ebenfalls bremsen usw.

Vorteil seiner Aktion ist, dass der Fahrer auf dem linken Streifen nicht die Lücke mit seiner freundliche Geste – Gas zu geben – dichtmacht … mit dem Text im Kopf: „Du nicht vor mir“. Er wird von dieser Fahraktion überrascht.

Selbst stelle ich fest, wenn man seine Überholabsicht durch deutliches Blinken (dreimaliges aufleuchten der Lampe) ankündigt, wird die Lücke dichtgemacht und man wird zum Doofen hinter dem LKW abgestempelt. Im PKW mag die ganze Sache ja noch recht entspannt sein, aber als Motorradfahrer, wird man mit seiner Geschwindigkeit schnell unterschätzt und dann wird die Situation schon brenzlig.

Ein weiteres Beispiel von vielen: Beim Abbiegen auf der Landstraße fährt man als Motorradfahrer hinter einem PKW her. Plötzlich Bremslicht, Blinker und langsames Abbiegen in einem! Große Augen unterm Helm … mal wieder ein doofes Verhalten des Vorausfahrenden und die Gefahr des Auffahrunfalls muss durch den Motorradfahrer abgefedert werden.

Es ist sicherlich besser, sich an seine Fahrschulzeit zu erinnern, in der der Fahrlehrer sich Fusseln ans Maul geholt hat, immer mit dem gleichen Text: „Erst blinken, dann bremsen und erst dann Abbiegen. Och haste den Schulterblick vergessen? Üben wir nochmal“.

Es wird noch sehr viele ähnliche Situationen geben. Daher mein Aufruf an alle, denkt auch mal an den Hintermann, blinkt rechtzeitig, so dass sich Folgende auf eure Absicht einstellen können. Es fährt sich entspannter und sicherlich lässt sich so der eine oder andere Auffahrunfall vermeiden.

Anmerk. d. Red.: 

Ja, liebe Leser – Gerd spricht da ein Thema an, das wir alle sicher zu genüge kennen. Fast alle von uns fahren aber wohl auch Auto. Achtet selbst mal auf euer Blinkverhalten. Ich selbst fahre leider auch öfter nach dem Motto „wenn keiner da ist, brauche ich auch nicht zu blinken“ und kriege dann regelmäßig Mecker von der Setzerin. Und eigentlich hat sie ja auch recht … 

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr Blinkmuffel? Hattet ihr schon brenzlige Erlebnisse oder gar Unfälle deswegen? Kommentiert den Artikel hier oder auf unserer Facebook-Seite.

Habt ihr selbst ein Thema fürs Editorial? Schreibt uns an redaktion@kradblatt.de.

Marcus Lacroix


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