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Bußgeld-Anfechtung geschieht immer häufiger online

Zahlreiche deutsche Fahrer sind mit dem Bußgeldkatalog vertraut, wenn auch unfreiwillig. In Form von Online-Plattformen gibt es inzwischen einen neuen Weg zur Problemlösung.

Klare Schritte zur Schadensbegrenzung

Jeder Motorradfahrer kennt dieses unbestimmte, aber negative Gefühl im Hinterkopf. Denn die Sorge fährt immer mit. Ob im Alltag, auf der Feierabend-Tour oder auf dem Weg in den Zweirad-Urlaub, ist die zulässige Geschwindigkeit schnell überschritten. Das gilt bei Motorrädern noch mehr als bei Sportwagen: Die Beschleunigungswerte sind selbst bei Einsteiger-Bikes so enorm, dass innerstädtische Tempo-Limits versehentlich missachtet werden.

Doch im Fall der Fälle sollte man nicht resignieren. Nach dem Erhalt einer Zahlungsaufforderung gibt es nämlich noch die Chance, den Bescheid abzuwehren. Und diese ist gar nicht so gering: Beim Stichwort Bußgeld Geschwindigkeitsüberschreitung gibt es online professionelle Hilfe. Der Ablauf ist einfach, da man lediglich den Fall mitsamt der nötigen Dokumente einreicht. Es folgt umgehend eine Prüfung durch Rechtsanwälte, anschließend erhält der Kunde eine Einschätzung zur Lage.

Entscheidend sind hierbei die Erfahrungswerte auf Seiten der Plattform. Diese erlauben es, mögliche Formfehler zu erkennen und spezielle Tricks anzuwenden. Auf dieser Basis lässt sich das weitere Vorgehen planen. Wichtig sind dabei die Abstufungen: Nicht jeder Bescheid kann vollständig angefochten werden, doch zumindest eine Senkung der Strafe ist ein erheblicher Vorteil. Ob Fahrverbot oder lediglich Punkte und Strafzahlung macht für Fahrer, die ihr Fahrzeug täglich benötigen, schließlich einen existenziellen Unterschied.

So sieht es mit der Bezahlung aus

Eine Bezahlung fällt nur im Erfolgsfall an und richtet sich stets nach der Größenordnung des Resultats. Das bedeutet, dass sich die Kosten in jedem Fall lohnen, da sie zu einer geringeren Strafe führen. Sind alle Versuche erfolglos, sodass die anfängliche Zahlungsaufforderung bestehen bleibt, wird keine Bezahlung an das Portal fällig.

Besitzer von Kraftfahrzeugen aller Typen haben damit eine fixe Anlaufstelle für Probleme mit der Bußgeldstelle. Für Politiker ist das nicht unbedingt ein Grund zur Freude, da es die Verkehrssicherheit nicht erhöht, gleichzeitig aber die Einnahmen verringert. Diese sind nicht zu unterschätzen, wie eine Umfrage aus früheren Jahren zeigt: Schon kleine und mittlere Großstädte verbuchen jährlich mehrere Millionen Euro alleine durch Verkehrsordnungswidrigkeiten, insgesamt kommt somit ein dreistelliger Millionenbetrag zusammen.

Angesichts der chronisch knappen Kassen ist dieser Geldfluss nicht zu vernachlässigen und die Möglichkeit, Bescheide effektiv anzufechten, steht dem genau gegenüber. Dem Einzelnen wird dies logischerweise egal sein, sobald ein Bußgeld ansteht – die eigenen Finanzen haben schließlich immer noch Priorität.

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